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Wichtelmännchen stellt die Truppe mit Tee ruhig

4. Folge: Wichtelmännchen stellt die Truppe mit Tee ruhig

Dennoch fanden unsere kleine Lieblinge durch die aufrührerischen Menschen keine Ruhe, da diese ständig über ihren Köpfen herumtrampelten. Vater Wichtel wünschte, dass sie Abstand von ihrer niedlichen Wohnstätte hielten und versuchte sie zu überreden. Er tarnte sich und lief zum Anführer der Bande und sprach ihn mit seiner hohen dünnen Stimme an. Weil er niemanden sah, erschrak der sonst so mutige Bösewicht. Natürlich wollte er wissen, wer ihn ansprach und wo er sei. Das Wichtelmännchen traute ihm nicht und gab sich auch nicht zu erkennen. Seine Bitte, lediglich Ruhe halten zu wollen, beantwortete der Chef mit Nein. Der Chef entgegnete, er würde so weiter machen, er wolle viele Gebiete erobern und möglichst über alle Menschen herrschen. „Wie du meinst“, erwiderte das kleine Männchen, „dann werde ich versuchen mit deinen Männern zu reden, vielleicht haben die ein Einsehen. Du kannst sie nur so lange halten, wie du sie versorgst. Ständig böses zu tun, anderer Leute Hab und Gut wegzunehmen, das bringt euch nichts Gutes.“

Unser Wichtelmännchen verschwand und wurde sehr nachdenklich. Ihm war vieles verständlich geworden. Es dachte nach und kam zur Ansicht, doch mit den Kriegern zu sprechen. Eine andere Lösung wusste es nicht. Es hatte starke Kopfschmerzen, so viel überlegte es. Dabei kam ihm eine Idee. Es gab so viele duftende Kräuter im Wald. Wenn man die angemessene Menge vermischt, mit kochendem Wasser aufbrüht und einen Tag ziehen lässt, dürfte es auf die Sinne der Krieger einwirken, ohne dass ihr Körper Schaden nimmt. „Ich werde noch ein paar süße Beeren darauf legen und den Kübel mit dem Tee in die Nähe der Raubeine stellen. Der Duft der Brühe soll sie anlocken und neugierig machen. Ich stelle mir vor, dass sie auch daran kosten werden. Zumindest werden sie die Beeren herausfischen, die den Tee schon aufgesaugt haben. Das reicht aus, ihre Wildheit zu bezähmen. Von da an darf ich die Männer nicht mehr aus den Augen lassen, um den richtigen Moment nicht zu verpassen, sie anzusprechen.“ Sofort sammelte die ganze Familie Wichtel tagelang Kräuter und Pflanzen. Es war sehr mühsam, die entsprechende Menge zusammenzubringen,denn gab Tiere , die darauf aus waren, der Familie die gepflückten Pflanzen zu mopsen. Danach sammelten sie Holz, stapelten es aufeinander und zündeten es an. Ein riesengroßes Gefäß wurde darauf gestellt und mit Wasser gefüllt. Als das Wasser kochte, kamen die Kräuter hinein und die köstlichen Beeren oben drauf. Das ergab einen herrlichen Duft. Wie es sich Wichtelmännchen vorgestellt hatte, zog der herrliche Wohlgeruch die Soldaten an.

„Hm, hm“, sprachen sie, „so einen angenehmen Geruch haben wir noch nie wahrgenommen. Wir müssen das Getränk mal probieren.“ Sie nahmen sich erst von den Beeren. Bald wurden sie mutiger und tauchten ihre Lippen in die Brühe und tranken davon. Oh, wie das schmeckte. Was Wichtelmännchen wollte, trat ein.

Die Truppe wurde allmählich ruhiger. Da war für das kleine Männchen der Augenblick gekommen, sich sichtbar zu machen und sie anzusprechen. Die bösen Männer erschraken sich komischer Weise nicht, dass es plötzlich zu sehen war und mit ihnen redete. Es schien als hätte man der Mannschaft jegliche Angriffslust genommen. Sie stimmten sogar seiner Bitte zu und gaben ihr Ehrenwort genauso friedliebend sein zu wollen wie Herr Wichtel. In diesem Augenblick kam der Kommandant der Truppe hinzu. Er schrie und tobte. Jedoch die Truppe ließ sich nicht beirren. Nun wollte er das kleine Männchen angreifen. Wie man weiß, konnte es sich gut verteidigen, da es vorsichtshalber vorher seinen Zaubertrank zu sich genommen hatte. Nach dem Wichtelmännchen den Boss mit einem gezielten Schlag kampfunfähig gemacht hatte, bat dieser um Wasser. Sein Bewusstsein hatte etwas gelitten, so konnte er nicht sehen, dass ihm statt Wasser Tee gegeben wurde. Gierig schlürfte er die Flüssigkeit in sich hinein und wie ein Wunder, er fand den Geschmack daran. Unerwartet trat auch Ruhe in ihm ein. Er grinste und ließ sich gleichzeitig überzeugen, dass seine Einstellung falsch war.

Wichtelmännchen erfährt einiges über die Raubeine.

Das Wichtelmännchen beobachtet die Krieger

3. Folge: Das Wichtelmännchen beobachtet die Krieger

Zunächst sollte das Wichtelmännchen gefunden werden. Das war wie ein Suchen nach einer Stecknadel im Heuhaufen, denn es hatte sich seine Tarnkappe aufgesetzt und war für das menschliche Auge unsichtbar. Es narrte die Soldaten, stellte sich vor ihnen und lachte sie aus. Dabei kniff es ihnen in die Beine, dass sie vor Schmerz schrien. Eines Tages aber erwischte einer der Krieger Wichtelmännchens Mütze. Nun war es entdeckt. Da musste es sich gegen die vielen großen Menschen wehren. Es schlug sich tapfer durch. Leider ließ seine Kraft nach. In diesem Gedränge brachte es unser Wichtelmännchen nicht fertig, seinen Hokuspokusspruch zu sprechen. Was tat es da? Es verschwand ganz schnell in ein Erdloch . Dort hatte das Wichtelmännchen noch mehrere Mützen auf Lager, mit denen es sich tarnen konnte. Es setzte sich davon eines auf und kam aus einem anderen Erdloch wieder heraus.

Das kleine Männchen beobachtete jetzt diese Chaoten, welche Gewohnheiten sie hatten. Schon morgen beim Frühstück zankten sie sich, weil manche von ihnen glaubten, der andere hätte mehr auf seinem Teller. Der Boss erzog sie zu garstigen Menschen. Trotzdem hatten die jungen Burschen noch ungeahnte Kräfte über und glaubten, in einem Kampf mit dem Feind könnten sie sich so richtig austoben.

Das erste Manöver fand im Morgengrauen statt. Dann machte die Truppe eine Pause und danach ging es nochmals ins Gelände. Wie gewöhnlich bekamen die Männer ihre Mahlzeiten so lange Vorrat vorhanden war. Oft waren harte Zeiten dazwischen, in denen die Versorgung rationiert werden musste. Oje. Da war der Kampfeswille der Männer am stärksten. Das Wichtelmännchen verfolgte weiterhin aufmerksam deren Treiben. Ja, es hatte eine Frau und zwei klitzekleine Kinder, die beschützt werden mussten. Sie kamen nur ab und zu aus ihrem Versteck, wenn keine Gefahr für Leben bestand. Wichtelmännchen-Papa kümmerte sich ganz rührend um die Kleinen. Es erzählte ihnen Geschichten aus seinem Leben und zeigte ihnen, wie sie sich von Pflanzen und Beeren ernähren müssen.

Fleisch bevorzugte die Zwergenfamilie nicht. Das blieb auch den Tieren im Wald nicht verborgen. Deshalb konnten sie die Wichtelfamilie unbeschwert besuchen oder in ihrer Nähe sein. Allerdings waren die Vögel ein wenig auf die Wichtels böse, denn von Zeit zu Zeit hatten sie Verlangen nach Vogeleier. Dafür kletterten sie nicht in die Nester, die ganz oben in den Bäumen gelegen waren. Sie achteten sogar darauf, dass sie keine angebrüteten Eier stibitzten Die Vögel, die am Boden und in seichten Gewässern brüteten und ihre Eier gerade gelegt hatten, mussten ganz gehörig (sorgfältig) auf ihre Nester aufpassen. Ansonsten war die Familie Wichtel eine sehr mustergültige Familie, die nur nach Gerechtigkeit strebte. Das wollte der kleine Mann eigentlich allen Leuten zeigen.

Ihm war Frieden sehr wichtig. Jeden Streit stellte er in Frage. Friedliches Verhalten macht den Menschen nicht krank, meinte er. Als unterirdisch lebender Zwerg stellte er keine Ansprüche. Die ganze Familie war genügsam und zufrieden und so sollte es auch bleiben.

Wichtelmännchen stellt die Truppe mit Tee ruhig.

Die Befreiung

2. Folge – Die Befreiung

All das merkten glücklicherweise die Gefangenenaufseher nicht, weil sie eben nicht auf die Tiere achteten. Die scharf bewachten Gefangenen erholten sich zusehends und nahmen an Gewicht zu. Leider hatten sie nicht bedacht, dass sie durch Nichtstun und Herumsitzen schneller dicker wurden und die Luft allmählich knapp wurde. Es blieb ihnen nur noch ein Weg nach oben frei. Der schwere Waldboden musste nach oben gedrückt werden. Aber wie?

Die Gefangenen hatten kein Werkzeug und die Luft wurde immer schlechter. Da fasste einer von ihnen Mut und versuchte die darüber gewachsenen Wurzeln eines riesigen Eichenbaumes frei zu legen und abzuknicken. Es war harte und kraftvolle Arbeit. Alle rissen und zogen. Stück für Stück trugen sie die Erde um die Wurzeln des Baumes ab. Wichtelmännchen sah sich das nur kurze Zeit an, dann spuckte es in seine Hände, sprach eine kleine Kraftzauberformel und flugs gaben gaben sie unterirdischen Zweige durch seine Gewalt nach, sie brachen zum Teil sogar ab. Jetzt war eins zu beachten: Der Baum selbst. Es tat ihm so weh, weil ein Teil seiner Wurzeln abgeknickt wurde. Er hatte Schwierigkeiten die Balance zu halten. Er schwankte und schwankte, um sein Gleichgewicht zu halten und stöhnte vor Schmerzen. Trotz seiner allmählich schiefen Lage, ließ er die Menschen weiter graben, damit sie sich retten konnten. Das Loch wurde so groß, dass einer nach dem anderen in der Lage war, herauszukriechen. Der Baum hielt tatsächlich noch so lange stand. Dann fiel der mächtige Baum mit voller Wucht um. Den friedliebenden Menschen tat das unsäglich Leid. Selbst Wichtelmännchen nahm noch mal alle Kraft zusammen, um ihn wieder aufzurichten. Alle schaufelten mit ihren Händen das Loch zu und trampelten mit Füßen die Erde ganz fest bis der Baum halt hatte. Der Wächter war natürlich, aber erst im letzten Augenblick, aus seinem Schlaf durch diese eigenartigen Geräusche geweckt worden.

Zu spät! Ehe es ihm möglich war, seine Kameraden zu warnen, waren die friedlichen Menschen schon weit weg gelaufen. Dem Aufseher wurde ordentlich der Marsch geblasen , da er nicht genug aufgepasst hatte. Der Räuberhauptmann drohte ihm die gleiche Gefängnisstrafe an. Inzwischen hatten sich die gewalttätigen Männer versammelt und nahmen sofort die Verfolgung auf, um die guten Menschen wieder einzufangen. Die Tiere im Walde hörten davon und warnten die Flüchtlinge. Da die Bande sehr schnell war, zogen es die Verfolger vor, sich eine Weile irgendwo zu verstecken. Nun waren die sonst so angeblich klugen Krieger ratlos geworden. Sie sichten und fanden niemanden mehr. Bloß einer der Entkommenen hatte sich im unterirdischen Gefängnis einen schlimmen Schnupfen geholt und musste laut niesen. Das war gar nicht gut. Dadurch entdeckte man. Abermals wurden sie in eine schrecklich dunkle Höhle getrieben und noch sicherer untergebracht.

Doch so konnte es nicht weitergehen. Irgendwie musste ihnen geholfen werden. Sie waren doch friedfertige Menschen. Warum gewinnen nur die, die Waffen haben und Krieg führen? „Wir müssen eine Lösung finden“, meinten alle Tiere. So geschah es, dass eines Tages ein Wanderer durch den Wald ging und traurige Menschenstimmen hörte. Er verhielt sich ganz ruhig und umging vorsichtig diese Stelle. Als er in das naheliegende Dorf kam, erzählte er im Wirtshaus den Leuten, was passiert war. Die Gäste lächelten über seine Schilderung und der Wanderer wunderte sich über die Gleichgültigkeit dieser Leute. Was er nicht wusste, dass sie heimlich die kriegerischen Männer unterstützten, die doch nur darauf aus waren, Land in Besitz zu nehmen und die Menschen, die dort lebten, zu verjagen. Sie packten den armen Fremden am Kragen und setzten ihn vor die Tür. Auch bekam er nichts zu essen und zu trinken. Bis zum nächsten Wirtshaus hatte er noch eine weite Strecke zu laufen. In dieser Zeit wurden die beklagenswerten Gefangenen für ihre Flucht mit Stockschlägen bestraft und bekamen nichts für ihr leibliches Wohl. Sie hatten unheimlich Hunger und waren dem Verdursten nahe. Jetzt hatten sie, da sie unter härteren Bedingungen gefangen worden waren, eine andere Möglichkeit zur Flucht zu suchen. Dazu verhalf ihnen ein ganz einfachen Trick. Sie lockten den Bewacher an den Höhleneingang und schnappten ganz schnell seine Füße. Just in diesem Moment banden sie diese mit den´Riemen seiner Schuhe zusammen, so dass er hinfiel. Er konnte nicht rufen oder schreien, weil er zu weit weg von seinen Kameraden war. Der erste, der aus der Höhle kroch, schnappte sich den Krieger, zog ihn an den nächsten Baum und gurtete ihn dort fest. Wieder entkamen alle und kehrten nach Hause zurück.

Unser Wichtelmännchen hatte jedoch Bedenken. Es wusste, der letzte Vorfall war noch nicht ausgestanden, denn die Truppe mochte keine Niederlage und sann auf Rache. Seine Vorstellung war doch die gütliche Einigung. Wie konnte es solche Menschen überzeugen, dass sie endlich von ihrem Tun ablassen. Zunächst hielt er sich ein bisschen zurück. Alleine konnte es sowieso nichts ausrichten. Es suchte nach eine Möglichkeit und fand sie schließlich. Es ließ sich den selbst ernannten Räuberhauptmann rufen. Beide trafen sich an einer neutralen Stelle. Es war abgemacht worden, dass keiner den anderen durch irgendwelche Hintermänner angreifen durfte. Man verstand sich zwar und versuchte eine gemeinsame Lösung zu finden. Leider kam keine Einigung zustande, was die Angelegenheit sehr erschwerte. Das Verhältnis beider Lager blieb weiterhin gespannt. Die Krieger überfielen, wie sie es gewohnt waren, Dörfer und zerstörten sie. So schwer es für sie war, die notleidenden Menschen ließen sich nicht beirren. Auch sie wollten keine Auseinandersetzung.

Unter den Mitbewohnern war ein selbstbewusster Mann, der den Leuten versprach, ihnen zu helfen. Er wusste auch wie. Alle waren glücklich darüber. Bald zeigte es sich, dass er in Wirklichkeit nur seinen Vorteil bei den bösen kriegerischen Menschen suchen wollte. Als die friedliebenden Leute das erfuhren, erklärten sie: „Das machen wir nicht mit. Wir wollen in Ruhe und Frieden leben.“ Das passte diesem Herrn nicht. Dies hatte zur Folge, das er zu den bösen Menschen überlief, und sogar gegen seine Leute kämpfte.

Die Menschen litten unter den schrecklichen Auswirkungen dieses Krieges. Sie hatten nicht mehr zu essen und eine fürchterliche Seuche brach aus, an der viele Dorfbewohner starben. Das Dorf wurde niedergebrannt und jegliche Beute mitgenommen. Das alles sah unser Wichtelmännchen. Darüber wurde es sehr zornig. Es trank seinen Kraftzaubertrank, von dem es sehr stark wurde. Mit Kraft und seiner Unsichtbarkeit durch seine Tarnkappe machte es den Schurken das Leben schwer und sogar teilweise kampfunfähig, in dem es sie verletzte. Als sie wieder gesund waren, d.h. Ihre Wunden verheilt waren, ging es erst richtig zur Sache.

Das Wichtelmännchen beobachtet die Krieger.

Die Gefangennahme

1. Folge: Die Gefangennahme

Es war einmal ein Wichtelmännchen, das lebte mit seiner Familie im tiefen Wald. Da es viel Zeit hatte und neugierig war, beobachtete es die Menschen und merkte bald, dass sie untereinander sehr neidisch und gehässig sein konnten. Damit es nicht entdeckt wurde, trug es eine riesige Zipfelmütze mit der es sich unsichtbar machte. Diese Tarnkappe riss es manches Mal aus Wut von seinem Kopf und machte sich auch für große Menschen sichtbar, bei denen es seine Ansichten durchsetzen wollte. So klein wie es war, es verfügte über unheimliche Kräfte und konnte gegen die großen Menschen, die miteinander rivalisierten und sich anfeindeten, schon etwas ausrichten. Dennoch, die Kräfte, die es hatte, reichten nicht aus, gegen die vielen bösen Menschen anzugehen. Daher bat es große und kleine Leute für seine Vorstellung mit zu kämpfen. Es machte mit ihnen Pläne, wie man gegen das Böse antreten könnte. Was es aber nicht bedacht hatte, dass es Leute gab, die sein Vorhaben verhindern wollten.

Diese bösen Menschen wiederum riefen ihre Freunde zu einer Versammlung auf und erzählten ihnen, was sie gehört hatten und beschlossen das Gute mit Bösem zu vergelten. Die friedliebenden Leute waren ahnungslos. Sie wollten keinen Krieg. Nein, ihr Wunsch war es, den Menschen zu erklären, wie sie einander einig werden könnten. Das war aber keine leichte Sache: Ohne Waffen eine aufgerüstete Bande zu überzeugen, war ein bisschen verwegen. Da war guter Rat teuer. Das Wichtelmännchen und seine Anhänger überlegten und überlegten. Plötzlich sagte einer von ihnen: „Wisst Ihr was, wir gehen ihnen entgegen und erheben unsere Arme, um zu zeigen, dass wir in gütlicher Absicht kämen.“ Gesagt getan. Nur die bösen kriegerischen Menschen nahmen sie gefangen und sperrten sie in eine finstere Höhle, wo sie sehr wenig zu essen bekamen.

Die Krieger hatten die Höhle, nach dem sie die Menschen darin eingesperrt hatten, bis auf eine kleine Öffnung geschlossen. Manches mal kam ein knurrender, brauner Bär vorbei und langte mit seiner Tatze in die kleine Öffnung. Er konnte aber keine der Eingeschlossenen packen, weil seine Pfoten zu dick waren, um durch die Öffnung zu kommen. Der Fuchs und der Hase waren liebe Tiere. Sie wünschten ihnen trotz der Schwere eine gute Nacht und machten ihnen Mut. Alle Tiere im Wald wollten eine Möglichkeit suchen, um die nun in Gewahrsam genommenen kleinen und großen Leute aus dem düsteren Gefängnis zu befreien. Zuerst versammelten sich alle Tiere zu einer Konferenz und jedes Tier übernahm eine Aufgabe: Die Bienen sammelten Honig, die Käfer und Vögel holten Beeren und Pflanzen aus dem Wald. Die Kreuzotter schlängelte sich zum Bach hin und machte von dort aus eine Rinne in den Waldboden bis zur Höhle, so dass Wasser dorthin abfließen konnte und die Gefangenen ihren Durst löschten konnten. Das Eichhörnchen sammelte Nüsse und brachte sie ihnen in die Höhle. Meister Lampe holte Rüben und Pflanzen aus den umliegenden Wiesen und nahen Feldern, damit sie auch Abwechslung in der Nahrung hatten.

Die Befreiung.

Die Geschichte von kleinen Waldmenschen

Gedicht

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