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An extract from the fairy story of the dwarves

There was a lovely dwarf girl who was very courious about everything. One day she and her friends strolled around the forest At that moment Lisa, so she was called, left Titi, Miti, and Maxe to follow a squirrel which was sitting itself down a thick bough and nibbled at a nut.
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Die verschwundene Lisa Wichtele

32. Folge: Die verschwundene Lisa Wichtele

Unterwegs sprach keiner von ihnen auch nur ein einziges Wort. Es war, als hätten sie Lisa für immer verloren. Vor dem Unterschlupf angekommen, warteten sie einen Augenblick, als wollten die Drei noch etwas Zeit gewinnen. Da kam schon Lisas Mutter gelaufen und fragte nach dem Verbleib ihres Mädchens. „Wo ist sie, wo habt ihr sie gelassen?“, wollte sie wissen. Weder Miti noch Titi oder Maxe waren imstande eine Antwort zu geben. Die Tränen standen ihnen in den Augen. Sie wollten sich äußern, aber es fehlten ihnen einfach die Worte. Frau Wichtele, also Lisas Mutter, fühlte, dass etwas schreckliches mit ihrem Kind passiert war. In ihrer Verzweiflung rief sie Wichtelmännchen und bat um Unterstützung und Rat.

Währenddessen wurde Lisa aufgepäppelt. Die Wunden verheilten schnell. Nur mit Ernährung war es schwierig, weil das Zwergenkind keine menschliche Nahrung vertrug. Also blieb dem Jungen nichts anderes übrig als im schneebedeckten Wald nach Kräuter zu suchen, die er nur mit viel Mühe fand. Dabei ging er zu der Stelle, wo er Lisa entdeckte, um vielleicht andere Wichtelleute anzutreffen. Seltsamerweise huschten dort Waldtiere hin und her, gaben vor, irgendetwas zu suchen. Erstaunt blieb das junge Menschenkind stehen und hätte gerne gewusst, warum diese Tiere keine Scheu vor ihm zeigten. Er dachte nur: „Hier stimmt etwas nicht. Ich muss das herausfinden“, setzte sich auf einem Baumstumpf nieder und spitzte seine Ohren. Bedauerlicherweise vernahm er nur ein unverständliches Gemurmel. Allerdings konnte der Sohn des Arztes nicht ahnen, dass die Tiere ihn beim Kräutersammeln beobachtet hatten. Als der Schlingel das bemerkte, sprang er wie von der Tarantel gestochen auf und eilte fluchtartig nach Hause durch die geöffnete Haustür, die tagsüber nicht verschlossen wurde. Der Junge, nennen wir ihn Hänschen, knallte die Tür hinter sich zu und hockte sich auf den Boden. Sein Vater erschrak, weil er ihn so nicht kannte. „Va-Va-Vater“, stotterte er, „da-da-drau-draußen sind viele Waldtiere. Ich weiß nicht, warum sie mir auf Schritt und Tritt gefolgt sind.“ „Jetzt beruhige dich erst mal“, antwortete der Vater. Da rief schon ein feines Stimmchen auf dem Zimmer: „Das sind meine Freunde. Sie haben mich sicherlich gesucht. Sagt ihnen, ich liege hier im Hause und werde gut versorgt.“ Darauf hin nahm der Doktor Lisa behutsam aus dem Körbchen, ging mit ihr nach draußen und zeigte das kleine Mädchen den Tieren. Freude und Tränen der Rührung überkam allen, die Kleine wieder gefunden zu haben. „Leider muss sie noch einige Tage hier bleiben bis sie völlig genesen ist“, sagte der Arzt, „dann gebe ich sie Euch zurück. Sagt mal, wo sind denn die anderen Zwerge, von denen sie sprach?“ „Im Wald, im Wald!“, mehr war nicht zu hören Die Tiere machten eine Kehrwende und verschwanden hurtig in die entgegengesetzte Richtung, denn sie wollten den Wichtels schnellstens Bescheid geben, damit sie auch keine unnötigen Sorgen mehr zu machten brauchten.

Bei dem Zwergenvolk herrschte traurige Stimmung. Man schlug vor, noch einmal dorthin zu laufen, wo Lisa zum letzten mal gesehen worden war. Einen Trauerzug ähnlich, zogen sie gemeinsam zu dem Platz, wo das Schwesterchen von Maxe sich zum letzten Male aufgehalten hatte. Hier kam ihnen unerwartet ein Reh entgegen und überbrachte die freudige Nachricht, dass das Mädelchen gefunden worden sei. Natürlich hatte jeder von ihnen den Wunsch sogleich Lisa sehen zu wollen und sie begaben sich zum erwähnten Haus. Sie waren schrecklich aufgeregt, ihre Herzchen schlugen ihnen bis zum Hals. „Wie wird es Lisa gehen? Wird sie zu uns zurückkommen wollen?“ Solche Gedanken jagten durch ihre Köpfchen. Das Rehlein führte das Wichtelvölkchen zum Haus, wo schon die anderen Tiere auf sie warteten. Der Tierarzt stand vor der Haustür, das kleine Bündel in seinen Händen. Mutter Wichtele hastete zu ihrem Töchterchen und war glücklich sie lebend zu wissen. Freudentränchen rannen über ihre roten Wangen. Sie streichelten ihr Kindchen. Der Doktor hatte sich auf eine Treppenstufe gesetzt, damit alle Waldbewohner das kleine Wesen begutachten konnten. „Junge“, sprach der Vater zu seinem Sohn, „da haben wir uns was schönes eingebrockt.“ Hänschen meinte: „Nun haben wir die für uns unsichtbaren Waldbewohner kennengelernt.“ Lisa blieb noch einige Tage zur Beobachtung bei der Familie des Arztes. Man bewunderte sie, man verwöhnte sie. Jeden Tag durfte das Zwergenvölkchen Lisa besuchen. Sie brachten so dann die frischen, feinen Kräuter mit, die sie an schneefreien Stellen gepflückt hatten.

Noch versuchte der Winter der beginnenden Frühlingszeit zu trotzen, doch die täglich höher steigende Sonne hatte weit mehr Kraft. Der Schnee schmolz langsam und stetig. Der Erdboden erwärmte sich. Langsam erwachte die Natur aus dem Winterschlaf. Es bahnte sich der Wandel an. Zusehends fühlten sich die niedlichen Wichtels wohler, weil sie sich mehr im Freien aufhalten konnten und sie waren überrascht, dass sie freundliche Menschen angetroffen hatten, die sogar Hilfsbereitschaft zeigten. Dass mussten sie erst mal verdauen. Ein Fünkchen Misstrauen blieb trotzdem, bis sie eine Woche später Lisa abholen durften. Da erst hatten sie begriffen, dass die gesamte Familie des Tierarztes die kleinen Waldbewohner sehr lieb gewonnen hatte. „Von nun an“, versprach er, „will ich immer für Euch da sein, wenn es notwendig werden sollte. Ihr könnt jederzeit zu mir kommen.“ Sie bedankten sich für das Angebot und zogen glücklich von dannen. „Es gibt also auch gute Menschen, die andere mit ihrer Art glücklich machen ohne eine Gegenleistung zu fordern.“ Lisa hatte ihren Freunden vieles zu erzählen, was sie bei der Familie sah und erlebte. Beispielweise konnte man das Licht an- und ausmachen oder auf irgendwelche Tasten drücken. Dann kochte die Familie ihr Essen in riesigen Töpfen, die sie in Schüsseln umfüllte und auf den Tisch brachte. Ja, am Abend legte sich jeder zum Schlafen in ein großes weiches Bett. Weiter berichtete Lisa, dass sie auch einmal Schokolade probiert hätte. Sie leckte daran, aber diese schmeckte ihr nicht. Was ihr aber besonders gefiel, war das mit weichen Kissen ausgelegte Körbchen.

Lisa wird wieder Gesund und will eine nächtliche Wanderung machen.

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