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Besorgte Außerirdische

41. Folge: Besorgte Außerirdische

Das Wiedersehen mit ihren Freunden vom Sternensystem Zeta Reticuli (ca. 30-50 Lichtjahre entfernt) war für die Waldmenschen wie ein Geschenk des Himmels. Die Alien erzählten den Wichtels, dass sie regelmäßig Kontrollflüge im Weltall durchführten. Hierzu meinte der Pilot vom Raumschiff Alpha: „Beim Umkreisen des Erdballs beobachteten wir, dass noch immer Kriege stattfinden, deren Auswüchse katastrophal sind. Sehr viele unschuldige Menschen sind davon betroffen und müssen ihr Leben lassen. Des Weiteren wird nicht nur in diesen Kriegs- und Krisengebieten die Umwelt durch den Einsatz von Waffen beeinträchtigt bzw. sogar geschädigt, sondern auch das gesamte Universum wird in Mitleidenschaft gezogen. Stellt Euch vor, das Sonnensystem mit seinen Planeten mit Monden, Kometen, Meteoren würde infolgedessen durcheinander geraten oder sich in einen chaotischen Urnebel zurückbilden – haben wir dann noch Tag und Nacht? Man muss das alles in Betracht ziehen. Große Sorgen bereitet uns Außerirdischen der Raumfahrtschrott, wovon 12.500 Rückstände größer als 10 cm sind und von daher eine nicht zu unterschätzende Gefahr für jedes Flugobjekt ist. Beim Ausweichen gerät unser Ufo schon mal ganz schön ins Wanken. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wurden Sensoren rund um das Raumschiff installiert. Sie zeigen uns im Cockpit an, ob ein Metallteil oder ein Komet die Flugbahn kreuzt oder was ebenfalls passieren kann, wir in die Nähe anderer Planeten kommen.“

Konzentriert hörten die Wichtels dem Alienchef zu. Sie verstanden seine Sprache und Gestik, denn Zwerge und Alien haben eine leichte Auffassungsgabe für fremde Sprachen. So lasen die grauen Alien auch den Wunsch unserer kleinen Freunde von den Augen ab, die fliegende Untertasse besichtigen zu wollen. Über eine Strickleiter kletterten Besatzung und die vom ewigen Wissensdurst geplagten Männlein aus dem Walde in die fliegende Untertasse. Herr Wichtel und sein Völkchen staunten nicht schlecht als sie die Innenräume betraten. Alles war verändert: Moderne Sessel, Stühle und Tische waren eingebaut worden. Böden, Decken und Wände hatte man mit dicken Schallschutzplatten abgedichtet. Technisch verbesserte Aggregate für Maschinen und Motoren ohne CO²-Ausstoss bewirkten eine sanftere Landung. Nachrichten von und zur Zentrale konnten mit sagenhafter Geschwindigkeit aus endloser Entfernung empfangen und gesendet werden. In der Pilotenkabine wurde durch Lämpchen und Signale angezeigt, wenn sich irgendwelche Abweichungen im Flugbereich ergaben. Auffallend war, dass keine Finger- oder Fußabdrücke oder sonstige Spuren auf den blitzsauberen Wänden und Fußböden zu sehen waren. Auf den Fensterscheiben schienen Schmutz und Schmiere nicht haften zu bleiben. Herr Wichtel fragte deshalb nach. Die Alien schüttelten nur ihren Kopf und gaben dieses Geheimnis nicht preis. Na ja, daran sollte die Freundschaft nicht zerbrechen. Die hochtechnisierte, moderne Einrichtung, auf die die stolzen Planetarier während des Rundgangs ständig hinwiesen, war für die Zwerge unfasslich. Zum Empfang wurde ihnen Brennesselsaft in winzigen Gläschen angeboten. Wenn sie wollten, konnten sie diesen mit einem niedlichen Strohhalm trinken. Die Knirpse nahmen den würzigen Trank dankbar an. Überdies hatte die Besatzung des UFOs ein vorzügliches Essen für alle vorbereitet. Die Speisen waren auf bunten Tellern angerichtet worden und bestanden aus Pilzen, Beeren und Samen aus den Gärten ihres Planeten. Als Beilage gab es bohnenkerngroße Eichen, die einen schwachen, nussartigen Geschmack hatten. Dazu konnte sich jeder von dem mit gekochten Quellwasser aufgegossenen Kräutertee nehmen. Die Zwerge waren sehr überrascht, dass die Alien sich ihretwegen soviel Mühe gegeben hatten. Dafür sollte ihnen Anerkennung und Lob entgegengebracht werden, dachten sich die Zwilche, trällerten ihre Liedchen und drehten sich im Tanz. Und was taten Miti, Titi und Max? Sie zeigten ihre Zauberkünste mit Gitti und Lisa.

Wichtelkinder führen kleine Kunststückchen vor und das Unwetter in der ersten Mainacht.

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