Die Geschichte von kleinen Waldmenschen

Fantasygeschichte von Renate Bertram (* 09.05.1935 - † 04.10.2018)

Das sorglose Häslein

68. Folge: Das sorglose Häslein

In der Ferne hörte man Polizeisirenen. „Du wirst schon gesucht, und da meinst du, deine Eltern hätten dich nicht lieb ?“, äußerte sich dazu der Zwergenvater, „wir alle begleiten dich bis in die Gegend, wo du wohnst.“ „Wer seid ihr ?“ wollte das kleine Mädchen wissen. „Wir sind die Leute, die im Wald zu Hause sind . So, los jetzt.“ Vor dem Wohnhaus stand die Mutter und schaute sich ungeduldig nach allen Seiten um. Plötzlich sah sie ihr Töchterchen, flitzte zu ihm hin und nahm es in die Arme. „Du hast uns ganz schön erschreckt. Aber vergessen wir das Ganze. Wichtig ist, dass du wieder bei uns bist.“

Die Zwerge haben sich zurückgezogen. Die Mutter hatte vor lauter Glück nicht wahrgenommen, wer das Kind zurück brachte. Sie machten sich ganz schnell unsichtbar und liefen zu ihren Freunden in den Wald zurück.

Miti vorne dran. Dabei stolperte er über ein Hasenkind. „Was machst du denn hier“, wollte er wissen. „Du bist leichtsinnig. So ganz allein auf weiter Flur? Wo sind die anderen Hasen ? Pass mal auf: Du bleibst so lange in unserer Obhut bis wir deine Familie gefunden haben, damit du nicht einem Raubtier in die Fänge gerätst.“ Alle Wichtels waren mit dem Vorschlag von Miti einverstanden. Lisa, die älteste Tochter von Frau Wichtele, fand das kleine Hasenkind zu goldig und knuddelte es bis zum geht nicht mehr. Soviel übertriebene Liebkosungen mochte es nicht und zappelte unentwegt bis Lisa es los ließ. Wie erst befürchtet, ergriff das junge Tier nicht die Flucht, sondern blieb bei den Zwergen, die quasi einen Schutzwall um ihn herum gebildet hatten.

Max beobachtet einen Spaziergänger

Schlagwörter: , ,

Categories: Fantasygeschichte