Die Geschichte von kleinen Waldmenschen

Fantasygeschichte von Renate Bertram (* 09.05.1935 - † 04.10.2018)

Der Mensch beeinflusst die Natur

70. Folge: Der Mensch beeinflusst die Natur

Der Mensch hat, um luxuriös leben zu können, radikal in die Natur eingegriffen. Bäume, die das sintflutartige Regenwasser mit ihren riesigen Wurzeln aufhalten können, werden sinnlos gefällt. Was geschieht dadurch ? Die Regenfälle verwandeln sich in Sturzbäche, die alles mitreißen, was im Weg liegt. Wildwachsende Kräuter und Pflanzen verschwinden im Wassergefälle, so dass das Wild gezwungen ist, in trockenere Gebiete zu ziehen, um dort Nahrung zu finden.

So auch die Wichtelleute. Wegen ihres kleinen Wuchses hatten sie Mühe und Last den gewaltigen Flutmassen auszuweichen. Mit äußerster Anstrengung erreichten sie trockenen Fußes einen gegenüber liegenden Hügel. Gerade wollten sie sich hinsetzen, um ein wenig auszuruhen, als ein Blitz in eine Buche (Buchen bei Gewitter nicht aufsuchen !!) einschlug. Der Baum brach auseinander und brannte lichterloh. Die Funken sprangen auf Büsche und Bäume über. Da nahmen die älteren Zwerge ihre Kinder huckepack und rannten in der Tat um ihr Leben.

Vor allem im Unterholz lauern Gefahren: Die Kleinen kommen schon mal durch Nachlaufen beim Spielen vom Weg ab und verfangen sich im Gestrüpp oder verletzen sich an dornigen Büschen. Für Wölfe, Ratten, Kreuzottern, und auch aus der Luft die Raubvögel wie Adler, Bussard sind sie ein gefundenes Fressen. Überhaupt – damit das nicht passiert, tarnen sie sich; Schutz bieten ihnen zudem Höhlen, wo sie schnell hinein verschwinden können, wenn es brenzlich wird.

Marabuli ist entsetzt

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