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Der Flug über die Antarktis

43. Folge: Der Flug über die Antarktis

Nun waren alle notwendigen Arbeiten soweit getan. Die Monitoren zeigten keine Mängel mehr an und der Flug in die Antarktis konnte durchgeführt werden. „Es gibt verschiedene Orte, wo wir sie beobachten können“, sagte einer von den Alien, „aber ich schlage vor, in das nördliche Alaska zu fliegen. Da hier die sommerliche Jahreszeit beginnt und diese Tiere tagaktiv sind, gibt das uns die Möglichkeit, ihren Spuren zu folgen.“ „Ja“, meinte Lisa, „ich bin sonst sehr wagemutig, aber diesen Raubtieren möchte ich nicht begegnen.“ „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Wir werden nirgendwo landen“, sagte der Alien, „wir fliegen ganz tief und nicht zu schnell über das Gebiet, wo sie sich aufhalten, hinweg, damit wir Aufnahmen machen können. Die Antriebsmotoren des Raumschiffs sind, wie ihr schon erfahren habt, sehr leise und irritieren die Tiere auf der freien Wildbahn überhaupt nicht.“ „So liebe Leute, auf geht’s“, sprach der Flugkapitän, „es wird Zeit, dass wir starten.“ Der Chefpilot und der Kopilot hatten inzwischen ihre Plätze eingenommen, während die Zwerge, von Herrn Wichtel geführt, sich auf die gepolsterten Sitzgarnituren niederließen und anschnallten. Eine Kommandostimme teilte über Mikrophon mit, dass die Motoren gezündet seien und dass keiner der Fluggäste sich Sorgen zu machen brauche, wenn er durch die Beschleunigung beim Aufstieg einen ungewöhnlichen Druck auf seinem Körper verspüre.

Beinahe geräuschlos erhob sich das riesige Ungetüm und flog schnurstracks gen Himmel bis es die äußere Umlaufbahn der Erde erreicht hatte. Von hier aus waren die einzelnen Erdteile noch sehr klar zu erkennen, ebenso die Berge, die großen Wälder, Flüsse, Meere und Binnenseen. In kurzen Zeitabständen quakte eine künstliche Stimme aus dem Lautsprecher des Navigationsgeräts und teilte dem führenden Personal mit, wo sie sich befanden. Das war sehr wichtig, denn das Raumschiff wurde von jetzt an durch den Autopiloten gelenkt. Sobald jedoch das UFO nur geringfügig von seinem Kurs abwich, ertönte ein Signal. Automatisch erfolgte eine Korrektur über den Bordcomputer.

Zunächst umrundete man einmal die Erde. Dabei erlebten Alien und Zwerge mehrmals einen Sonnenaufgang. Ein Phänomen, das man nur in einer Rakete oder in der fliegenden Untertasse erleben kann. Beim Überfliegen des arabisch-afrikanischen Kontinents verhinderten dichte aufsteigende schwarze Rauchsäulen die Sicht auf umkämpfte Gebiete. Zwerge und Alien blickten traurig nach unten, weil sie wussten, dass in diesen Regionen der Krieg noch nicht beendet ist. Unterdessen erreichten sie den nördlichen Breitengrad und entdeckten dort die ersten Eisbären, deren Größe alle „Kleinen“ in Erstaunen versetzte. Die Kopf-Rumpf-Länge misst bei männlichen Tieren durchschnittlich 2,50 Meter, kann jedoch in Einzelfällen bis zu 3,50 m betragen. Ihr Gewicht variiert zwischen 450 bis 500 kg. Die Weibchen sind kleiner und wiegen natürlich auch weniger. Das gelblich-weiße Fell stellt in dem eisigen Umfeld eine Tarnung dar, ist sehr dicht und ölig Leider wird durch die verstärkte Förderung von Erdöl und Gas in den arktischen Zonen ihr Lebensraum eingeschränkt, was sich wesentlich auf die Population auswirkt.

Während das UFO im Tiefflug seine Runden über Alaska drehte, filmte einer von den Alien die eisige Landschaft und machte interessante Momentaufnahmen von den Raubtieren bei der Nahrungssuche. Inmitten seiner Dreharbeiten kamen auf einer Eisscholle dahin treibende Menschen in das Blickfeld der Kamera. Erfreulicherweise wurden alsbald ihre Hilferufe gehört, denn in der Nähe hatte sich ein Forscherteam niedergelassen, das eine Expedition zum Nordpol geplant hatte. Mit Schlauchbooten paddelten sie zu ihnen hin und befreiten sie aus ihrer misslichen Lage.

Für die Zwerge war diese Reise zu den Eisbergen ein einzigartiges Erlebnis. Sie dachten an die Eisprinzessin, die ihnen im letzten Winter erschienen war und erzählte, dass sie mit ihrer Familie in einem Schloss aus Eis am Nordpol wohne. Nun wollten die kleinen Schelme das Gebäude einmal sehen. Aber nirgendwo im nördlichen Alaska stand ein derartiges Bauwerk. Miti meinte: „Der Nordpol ist groß. Vielleicht haben wir damals nicht richtig hingehört als sie uns erzählte, wo sie her kam. Sie hatte es sehr eilig gehabt, von uns weg zukommen.“ „Ja, das ist mir auch aufgefallen“, sagte Lisa, „sie fing an zu weinen und an ihrem schönen Kleid liefen die ersten Tautropfen herunter.“ Auch Max mischte sich ein und war der Auffassung, dass sie möglicherweise ihren Wohnsitz auf einer der arktischen Inseln haben könne und schlug vor, dorthin zu fliegen. „Das ist ein guter Gedanke“, äußerte sich Herr Wichtel, „auch dort gibt es Eisbären, die wir beobachten können.“

Im Raumschiff gab der Pilot dem Bordcomputer neue Daten ein und ganz leise, wie stets, schwebte es in die angegebene Richtung. Es war quasi nur ein Luftsprung bis dorthin. Kaum eine viertel Stunde dauerte der Flug. Da entdeckten die Wichtelkinder schon von Weitem das wunderschöne aus purem Eis gestaltete Schloss. Der Pilot steuerte sein Flugobjekt so dicht heran, dass man durch die Eisschichten hindurch schauen konnte. Während die kleinen Zwilche die einzelnen Räume nach der Eisprinzessin absuchten, wurde folgende elektronische Meldung durchgegeben: „Eure Mission ist erfüllt. Verlasst bitte den Planeten Erde. Weitere Hinweise folgen.“ Die Außerirdischen berieten sich untereinander. Sodann erklärten sie den Wichtels, dass sie auf Befehl vom Oberhaupt des Sternensysstems Zeta Reticuli die schöne Reise abbrechen müssten. Weiter sagten sie: „Wir bringen euch in den Wald zurück, wo ihr zuletzt gelebt habt. Seid nicht traurig, wir besuchen euch wieder.“ „Halt“, sagte das Zwergenoberhaupt, „ihr bringt uns zu einem im Osten gelegenen Garten. Hier wachsen Kräuter und Beeren, die wir zum Leben brauchen. Wir können uns zwischen dem Gemüse und den Salaten ausruhen, wenn wir den Magen überlastet haben.“ „Das klingt so nach Paradies“, erwiderte der Zwergenlehrer. „Das ist auch eins“, antwortete Herr Wichtel, „ich habe es entdeckt, als wir über diesen Landesteil hinweg flogen.“ Der UFO-Pilot nahm Kurs dorthin, landete auf einer großen Wiese und entließ seine Freunde.

Die Suche nach dem Garten.

Erlebnis Schule – Rückkehr der Alien

40. Folge: Erlebnis Schule – Rückkehr der Alien

Wissbegierde ist eine Charaktereigenschaft der zierlichen Zwerge. Sie wollten einmal erleben, was den Kindern überhaupt beigebracht wird. Da der Klassenraum im Kellergeschoss lag, konnten die Wichtels an den vergitterten Fenstern hochklettern und in den Schulraum hineinschauen. Der Lehrer schrieb gerade eine Menge Zahlen auf die drehbare Wandtafel und zwar das kleine Einmaleins. Bei manchen Kindern rauchten regelrecht die Köpfe, weil sie die Rechenart nicht so gleich verstanden. „Hier müssen wir eingreifen und die Schüler unterstützen“, meinte Titi, „denn der Schulmeister ist zu streng.“ Mit ihren kurzen Beinchen trippelten sie zum hinteren Eingang. Dort stand die Tür des Klassenraums einen Spalt auf. Sie hatten keine Hindernisse zu überwinden. Gerade rügte der Lehrer Karlchen, weil er nicht aufgepasst hatte. Das tat Lisa und Titi leid. Sie kletterten vorsichtig an der Schulbank hoch bis zu Karlchens Schulter. Er spürte dennoch keine Berührung. Der Lehrer stand neben dem Schüler und begann mit ihm zu üben, stellte ihm einige Aufgaben. „Ganz ruhig bleiben“, sagte Titi, „wir flüstern dir die Lösungen der Aufgaben in dein Ohr.“ Karlchen grinste und beantwortete die Ergebnisse wie aus der Pistole geschossen. Der Pädagoge war über alle Maßen erstaunt, dass Karlchen auf einmal so spontan reagierte. In den anderen Fächern war er kein dummes Kerlchen. Dadurch, dass die Wichtels ihm gleichzeitig das kleine Einmaleins erklärten, leuchtete ihm diese Rechenart nach und nach ein. Er wischte sich mit seiner Hand die Tränen von den Backen und hätte gerne erfahren, wer der Flüsterer war. „Das war noch mal gut gegangen“, dachte Karlchen, „denn sonst hätte ich eine schlechte Note bekommen.“ Die Wichtels verfolgten eine Stunde lang den Unterricht. Als die Schulstunde um war und die Pausenglocke ertönte, stürmten die Kinder auf den Schulhof. Die Zwerge mischten sich unter die Jungen und Mädchen – selbstverständlich ohne gesehen zu werden. Die Schüler hopsten herum als wäre der asphaltierte Schulhof eine riesengroße Hüpfburg. Dann gaben die Knirpse sich gegenseitig mit dem Daumen ein Zeichen, der in Richtung Ausgang hinwies. Schnell wurden noch einmal die Kinder an ihren Waden gezwickt. Sie guckten sich um; jedoch die kleinen Racker waren schon verschwunden. Auf jeden Fall wurde Karlchens Vorliebe für Zahlen geweckt, denn von diesem Zeitpunkt an hatte er großes Interesse am Rechnen. Im darauf folgenden Jahr wurde er in diesem Fach Klassenbester.

Gemeinsam marschierte das Zwergenvolk entlang der Straße. Meist bevorzugten sie am Rande einer Wiese oder eines Ackers ihre Fußreise fortzusetzen. Auf einmal sprang der sonst so ruhige Miti aus der Reihe und brüllte: „Schaut mal alle nach links. Dort drüben bewegt sich eine roboterhafte Gestalt auf uns zu. Sie führt einen weißen Hund mit Knopfaugen an der Leine. Urkomisch ist, dass der Hund nicht herumschnuppert oder ein Beinchen hebt.“ Die Zwerge hatten sich zwischen hohen Gräsern versteckt und musterten die beiden Typen. Die in ihren Bewegungen steifen Figuren liefen auf die Wichtels zu und blieben wie auf Kommando vor ihnen stehen. Unsere kleinen Freunde erschraken. Bei genauerem Hinschauen stellten sie fest, dass die Roboter ferngelenkt wurden. Miti war einer der Zwergenkinder, die ihre Augen überall hatten. Er entdeckte am Rande des Dorfes ein UFO. Der Wichteljunge war nicht mehr aufzuhalten und stieß einen Freudenschrei aus. Erschrocken blickten alle ihn an. „Seht mal, die Außerirdischen sind auf die Erde zurückgekommen. Ein Alien steht mit einem Steuerungsgerät vor dem Raumschiff und hat die Roboter zu uns geschickt. Also, gehen wir zu ihnen und heißen sie willkommen.“ So schnell es konnte, schritt das Zwergenvölkchen – an der Spitze die künstlichen Puppen – zur Stelle hin, wo das UFO gelandet war. Plötzlich und ohne Vorwarnung schaltete sich bei dem Hündchen die Automatik ab: ein rotes Lämpchen blinkte. Hilflos standen die Wichtels da. Sie wussten nicht mit dieser Technik umzugehen. Dabei mussten sie zusehen, wie der Roboter seine Runden weiter drehte und den defekten Waldi hinter sich her schleifte. Der Monitor zeigte dem Alien die Fehlverbindung an. Er stellte sofort den Schalter auf Aus und hastete zur Unglücksstelle, um die Automaten schnellstens wieder in Gang zu bringen. Dort angekommen begrüßten er das Zwergenvölkchen mit großer Herzlichkeit. Er fand bald heraus, weshalb der Kontakt unterbrochen war, denn Außerirdische sollen uns Erdenbewohner technisch haushoch überlegen sein.

Besorgte Außerirdische

Die kleine Enttäuschung und die Ankunft der Alien

17. Folge: Die kleine Enttäuschung und die Ankunft der Alien

Das Wichtelmännchen rutschte vorsichtig von dem für ihn riesigen Schilfstängel hinab und watete mit Sohn Miti, der schon im seichten Wasser auf ihn wartete, auf die nahe gelegene Wiese. Hier ließen sie sich erst einmal nieder und sprachen eine Zeitlang nicht miteinander. Ihre aus Laub bestehenden Schuhchen und Strümpfchen zogen sie aus, warfen sie auf den Teich und schauten zu wie die einzelnen Blätter auf der Wasseroberfläche allmählich dahin trieben. Es wehte kaum ein Lüftchen, nicht einmal das Schilf bebte und die Luft flimmerte vor Hitze. Beide konnten keine richtigen Gedanken fassen. Erst nach einer Weile fanden sie die Sprache wieder und redeten miteinander. Ihrer Auffassung nach – darin waren sie einer Meinung – war eine solche schwimmende Unterlage nicht geeignet für die Wichtelzwerge. Sie verließen ein wenig enttäuscht diese Stelle und überlegten, was sie noch tun könnten um ihre Vorstellung in die Praxis umzusetzen. Vater Wichtel schlug vor, ins Zwergenlager zurückzugehen. Als Vater und Sohn dort angekommen waren, versammelten sich alle neugierig um die beiden herum und wollten wissen, ob überhaupt eine Aussicht besteht, eine Fahrt über den Teich zu machen. „Ja“. antwortete Wichtelmännchen, „nur müssen wir daran denken, dass nicht alles, was die Natur uns bietet, auf der Wasseroberfläche bleibt. Wir versuchen es mit Baumrinde, die hier massenweise herumliegt. Sucht die größten Stücke heraus und steckt diese zusammen. Die erste Fahrt mit dem Bötchen wagen auf jeden Fall nur diejenigen, die schiwmmen können.“

Die Knollennasen machten sich jetzt an die Arbeit. Mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wurden die einzelnen Teile zureicht geklopft, zusammengefügt und mit Gräsern und Zweigen abgedichtet. Die kleinen Handwerker bemühten sich sehr eifrig um die Fertigstellung der Kähne. Die Zwergenkinder hüpften herum und packten dort mit an, wo es nötig war. Die Tiere des Waldes, offenbar durch den Lärm aufmerksam gemacht, kamen herbei und schauten sich das Spektakel an. Meister Lampe und Reineke Fuchs staunten über die Handfertigkeit. Die Eichhörnchen brachten ihnen die Schalen der Haselnüsse, die sie irgendwie mit in die Bauwerke hineinbringen sollten. Der Eichelhäher, der Specht, der Kuckuck, die Lerche, der Stieglitz, das Auerhuhn, der Wiedehopf und die Enten vom Teich flogen zu den Knirpsen hinüber. Die Singvögel rührten mit ihren vielstimmigen Gesang die Seele der ganzen Gesellschaft. Währenddessen hörten sie ein eigenartiges Geräusch.

Alle guckten nach oben zum wolkenlosen Himmel und entdeckten zu ihrer Überraschung ein Silber glänzendes Ufo, das auf einer großen Wiese nahe am Teich zur Landung ansetzte. Kurz über dem Boden öffneten sich unterhalb der fliegenden Untertasse vier Klappen und massive Stützen kamen langsam heraus und berührten den Erdboden. Der Motor der Maschine wurde abgestellt. Da tat sich eine Tür auf und gleichzeitig setzte eine technische Vorrichtung eine Ausstiegsleiter in Gang und ließ diese automatisch herab. Oben auf der Treppe erschienen kleine, niedliche gründe Männchen mit nur einem großen Auge und einem Ohr am Hinterkopf. Sie sahen sich in der Gegen um, dann stiegen sie die Leiter hinab, Die kleinen Waldleute und die Tiere bekamen beim Anblick dieser komischen Lebewesen furchtbare Angst. Sie vergaßen darüber ihre Arbeit und wollten sich verstecken.

Kurzer Besuch der Außerirdischen bei den Zwergen.

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