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Vögel fallen tot vom Himmel – unverhoffter Besuch

52. Folge: Vögel fallen tot vom Himmel – unverhoffter Besuch

Vor der Gartenlaube versammelte sich der Trupp zu einer gemütlichen Runde. Zur selben Zeit hörten sie ungleichmäßige Flügelschläge und lautes aufgeregtes Zetern. Alle sahen nach oben von woher die Geräusche kamen. Ein Schwarm schwarzer Vögel flog von Westen her auf die Gartenlaube zu. Sie schienen nicht mehr imstande, sich in der Luft halten und stürzten leblos zu Boden. Die Wichtelkinder waren über dieses schreckliche Schauspiel entsetzt und wollten die Ursache wissen. Gitti war so erschüttert, dass sie stotterte und ihr Vater nicht den Zusammenhang ihrer Worte verstand. Da mischte sich ihr Bruder ein und sprach im Klartext: „Vater, Gitti ist schockiert. Sie begreift nicht, warum so viele Vögel tot vom Himmel fallen.“ „Das weiß ich auch nicht. Ich vermute, die Menschen verspritzen auf den Feldern zu viel Insektengifte und Pflanzenschutzmittel. Die in der freien Natur lebenden Tiere sind auf Insekten und Kleintiere angewiesen. Wird das Getier durch chemische Mittel bekämpft, geht es zugrunde. Überdies sterben im Frühjahr massenhaft Vögel an Infektionskrankheiten, weil die Futterstellen nicht ordentlich sauber gehalten werden. Das ist eine traurige Tatsache. Überall greift der Mensch in die Natur ein und zerstört das Gleichgewicht, nur weil er den Ertrag steigern will.“

Lisa und all die anderen waren erbost, als sie vom Zwergenlehrer erfuhren, dass es Leute gibt, die sogar das Wetter beeinflussen möchten. Die Erde sei zu warm, behaupten sie. Deshalb müsse sie durch chemische Einflüsse abgekühlt werden. Flieger werden in die Erdumlaufbahn geschickt und verteilen die getankte Flüssigkeit, die unter anderem Barium, Strontium und Aluminium enthält, in die Atmosphäre. Es entstehen lange, sichtbar weiße Streifen, die sich allmählich verbreitern und den Himmel bewölken. Nach einer gewissen Zeit ziehen dicke graue Wolken auf, die je nach Jahreszeit Schnee oder Regen abgeben und das gefährliche Gemisch wieder zurück auf die Erde bringen. Dadurch wird der Ph-Wert des Bodens verändert. Jedes Lebewesen, jede Pflanze nimmt die schädlichen Stoffe, die eine biologische Veränderung hervorrufen können, auf. „Woher weißt du das?“, wurde das Schulmeisterlein gefragt. „Ja, wenn Wanderer Rast machen, schleiche ich mich heran und höre zu, was sie sich erzählen. Zufällig hatten sie das Thema Umweltverschmutzung drauf. Sie waren genauso empört wie wir, dass man auf diese Weise jedes Leben auf der Erde verändert.“ „Wie kann man so etwas aufhalten? So rücksichtslos können doch die Erdbewohner nicht sein? „Wisst ihr was wir tun? Wir versuchen Kontakt mit den Alien aufzunehmen“, schlug der Wichtellehrer vor, „den Menschen wird eh‘ weiß gemacht, dass die Außerirdischen mit ihren UFOs beständig unseren Planeten beobachten würden. Deshalb wollen wir mit ihnen sprechen. Auch glaube ich nicht, dass sie vorhaben, die Bewohner der Erde anzugreifen und zu vernichten! “Die Zwerge waren ganz niedergeschlagen und traurig. Auch der Gärtner konnte es nicht fassen, dass es Leute auf der Welt gibt, die mit aller Macht versuchen, die Gesetze der Natur zu durchbrechen. Damit die allgemeine Stimmung sich nicht noch mehr verschlechterte, machte er folgenden Vorschlag: „Wir werden jetzt aufstehen, tief Luft holen und die Seele baumeln lassen, damit wir nicht trübsinnig werden. Ungeachtet dessen, Sonne und Mond sind noch nicht untergegangen. Es gibt noch Tag und Nacht und die Erde dreht sich noch um ihre Achse. Dennoch wollen wir dieses Thema nicht als erledigt betrachten.“ Es war für alle nicht leicht, ihre Gemütsverfassung sogleich zu ändern.

Die Sonne hatte das letzte Achtel ihres Tagbogens erreicht, als man eilige Schritte auf der Straße näher kommen hörte. Die Zwerge legten sich lauschend auf den Boden. „Es müssen mindestens zwei Leute unterwegs sein“, stellte einer der Wichtels fest, „Was suchen die hier in der Dämmerung?“ „Bestimmt keine Beeren“, war die Antwort eines anderen Zwerges. „Da schaut mal genau hin, das ist doch Susi!“, rief Lisa. Alle drehten sich neugierig um und waren außer sich vor Freude, dass Susi urplötzlich in Begleitung ihrer Mutter auftauchte. Das Mäxchen sprang von seinem Platz auf und rannte den Beiden entgegen. Er wollte unbedingt der erste sein, der sie begrüßte. Dabei stolperte er über seine Füße und wäre glatt auf dem Boden gelandet, hätte Susis Mutter ihn nicht aufgefangen und auf den Arm genommen. „Das hast du davon, wenn du so stürmisch bist. Es ist ja nochmal gut ausgegangen“, meinte sie.
Der Gärtner und das Waldvölkchen hatten sich erhoben, um Mutter und Tochter einen herzlichen Empfang zu bereiten, denn dieser Besuch war eine Überraschung. Susis Mutter war zu Tränen gerührt als sie Lisa ihren Dank für ihren selbstlosen Einsatz bei der Rettung ihrer Tochter aussprach. „Tagelang habe ich geweint“, erzählte sie weiter, „und habe jedes Versteck, das ich kannte, durchsucht und keine Spur von ihr entdeckt. Wie konnte ich wissen, dass sie verzaubert ist?“ „Ja“, entgegnete der Gärtner, „an der Stelle, wo deine Tochter Beeren pflücken wollte, beginnt der Zauberwald. Hier flitzen böse Kobolde herum. Ein jeder, der in ihre Fänge gerät, wird nicht mehr los gelassen. Es sei denn, er spitzt seine Ohren, wenn sie um Mitternacht ihre verrückten Tänze aufführen und ihre Namen nennen. Dabei erfährt man das Kennwort für die Entzauberung.“

Der große Abschied und der grässliche Geist aus der Flasche.

Max hat Probleme und Besuch vom Mars

50. Folge: Max hat Probleme und Besuch vom Mars

Titi, Miti und Max waren schon sehr früh wach. Sie reckten und streckten sich. Nur einen Spaltbreit öffneten sie ihre winzigen Augenlider, denn das Sonnenlicht blendete sie. Die Regentropfen auf Blüten und Pflanzen schimmerten klar und rein wie Kristalle. Es war, als hätte Mutter Natur die Schokoladenseite ihres Gesichtes gezeigt, so herrlich war der beginnende Tag.

Mäxchen war voller Tatendrang und verstand nicht, wie man einen so schönen Tag verschlafen konnte. Darum musste er etwas unternehmen. Er krabbelte auf allen Vieren zu den schlafenden Wichtelkindern und versuchte sie wach zu rütteln. Es war nicht die sanfte Art, die Lisas Bruder anwendete. Wer mag schon im Schlaf an den Beinen gezogen, gekniffen oder gekitzelt werden? Schlaftrunken öffnete Lisa ihre Augen und brummte: „Was ist los? Ist etwas passiert?“ „Mich aus meinen herrlichen Träumen zu reißen, das ist gemein.“ „Nichts ist los“, entgegnete Max, „ich möchte mit dir über ein Problem sprechen, das mich seit einiger Zeit beschäftigt.“ „Und das wäre?“, wollte seine Schwester wissen. „Gibt es ein glückliches Land, wo die Menschen friedlich miteinander leben, wo kein Krieg stattfindet, wo man wie im Paradies lebt?“ „Maxilein, das glückliche Land wirst du nirgendwo auf unserem Globus finden.“ „Warum denn nicht?“, war seine nächste Frage. „Mach dir nicht so viele unnötige Gedanken. Du bist nicht stark genug, ständig über Dinge zu grübeln, denen du nicht gewachsen bist. Sei guten Mutes, dann ist die Welt für dich in Ordnung. Du musst dich damit abfinden, was auf der Welt geschieht. Ändern kannst du zur Zeit nichts.“ „Du hast recht, ich bin ja nur ein winziges Bisschen mit wenig Gehirn. Ach, was rede ich für einen Unsinn“, und schmunzelte. „Jetzt gefällst du mir wieder, du Racker, ich war in Sorge um dich“, gab Lisa erleichtert zu. Gemeinsam liefen sie zu den anderen Zwergen, die sich inzwischen vor der Laube versammelt hatten.

Gleich nach Sonnenaufgang hatten Frau Wichtele und Herr Wichtel Kräuter für das Frühstück ihres Volkes gesammelt. Die Pflanzen schichteten sie auf ein Bänkchen. So konnte sich jeder Zwerg eine Portion davon nehmen. Zwischendurch erfrischten sie ihre trocknen Kehlen mit Tautropfen. Susi und der Gärtner brauten sich einen starken Kaffee, in dem fast der Löffel stecken blieb. Dazu gab es frische Brötchen und Rühreier. Hm, das war ein Frühstück. Mitti schluckte gerade seinen letzten Bissen hinunter als er etwas Ungewöhnliches hinter dem Zaun beobachtete. Zwei untersetzte grünliche Männchen schlichen in geduckter Haltung am Garten vorbei. „Eigenartig“, dachte er, „meine Sinne täuschen mich nicht, ich sehe doch diese Gestalten“, und stupste Gitti. „Siehst du dort drüben die seltsamen Typen?“, fragte er sie. „Wo?“, antwortete sie. Da deutete Miti mit dem Finger in die Richtung, wo er die Grünlinge gesehen hatte. „Oh, das sind Marsmännchen“, stellt sie fest, „was haben die vor?“ „Psst, sprich nicht so laut. Man sagt ihnen nach, dass sie sadistisch und extrem boshaft sind.“ „Quatsch“, erwiderte Gitti, „das glaube ich nicht. Es ist nur eine Vermutung. Hat denn je ein Mensch mit ihnen gesprochen? Niemand kennt ihre Sprache. Ich gehe zu ihnen hin.“ „Das lässt du mal schön bleiben“, flüsterte Miti ihr zu. „Guck mal, wie viele Pfeile die in ihren Köchern stecken haben. Das sind gewiss keine Friedenspfeifen.“ Mäxchen war neugierig geworden und eilte zu dem Geschwisterpärchen. Sofort erfasste er, was dort ablief. „Mir scheint, die Außerirdischen wollen unseren Planeten auskundschaften. Am besten wir bleiben in Ihrer Nähe.“ Die Marsianer schnatterten wie die Gänse. Sie watschelten wie die Gänse. Dauernd schauten sie sich um und als ein Reh plötzlich aus dem Gebüsch sprang, erstarrte das grüne Blut in ihren Adern. Hinter einem Baumstumpf suchten sie Schutz und tappten unversehens in einen zwei Meter hohen Ameisenbau, der am Rande eines dichten Tannenwaldes lag. In Windeseile waren die Ameisensoldaten zur Stelle und verteidigten ihre Kolonie. Mit ihren scharfen Kieferzangen bissen sie tiefe Wunden in die Haut der Marsmännchen und spritzten hochprozentige Ameisensäure hinein. Die Auswirkung kann man sich vorstellen: Die Wunden brannten fürchterlich. Mit solchen Attacken hatten die schlitzäugigen Bewohner des „Roten Planeten“ nicht gerechnet. In panischer Flucht stürzten sie davon als sei der Teufel leibhaftig hinter ihnen her. Erschöpft und außer Atem erreichten sie ihr Raumschiff, griffen hastig an einer am Flugobjekt befestigten Leiter und hangelten sich daran hoch, um eine Luke zu öffnen. Dabei verlor einer der Marsianer das Gleichgewicht und rutschte nach unten. Im Handumdrehen stand er wieder auf den Beinen. Ganz schnell kletterten die Zwei in das Innere des Flugobjektes, verriegelten die Tür. Aber diese Insekten verlassen ihr Umfeld nicht. Nur innerhalb ihres Reviers wird jeder Feind sofort aggressiv angegriffen. „He, Kumpel, wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben doch unsere Tarnkappen“, sage Max. Von nun an wurden die verkappten Lausebengels dreister und rückten den verängstigten Außerirdischen ganz dicht auf die Pelle.

Die Zwergenkinder begeben sich in Gefahr.

Kurzer Besuch der Außerirdischen bei den Zwergen

18. Folge: Kurzer Besuch der Außerirdischen bei den Zwergen

Auf der letzten Stufe blieben die außerirdischen Wesen stehen und betrachteten aufmerksam die Umgebung bevor sie ihre nackten Füße endgültig auf Mutter Erde setzten. Noch blieben alle aus Vorsicht in der Nähe des Flugobjektes. Eine ganz neue Erlebniswelt tat sich für sie auf. Vom Teich aus erblickten die grünen Männchen den mächtigen Wald und staunten, dass es darin so dunkel war. Langsam, Schritt für Schritt, gingen sie vorwärts und kamen so in die Nähe des Verstecks der Zwerge. Unsere Knollennasen waren inzwischen in ihre Behausung zurückkehrt und setzten sich in aller Eile ihre Tarnkappen auf. Ganz leise krochen sie auch dem Versteck heraus und wurden sofort von den grünen Männchen bemerkt und gesehen. Wieso gesehen? Das ist unmöglich. Sie haben sich doch unsichtbar gemacht. Was war passiert? Die Wichelleute wussten nicht, dass das Sehorgan eines Aliens eine größere Sehfähigkeit hat als das der Zwerge. Folglich sind die Außerirdischen in der Lage durch Tarnungen hindurch zu sehen. So entdeckten sie die kleinen Waldleute, die aus Furcht versuchten zumindest in einem bestimmten Abstand von den fremden Gesellen zu blieben. Es war schrecklich den Einäugigen ins Gesicht zu sehen und an ihrer Mimik nicht erkennen zu können, was sie vorhaben. Eine eher peinliche Situation trat ein.

Um jegliche Auseinandersetzung zu vermeiden, trat Herr Wichtel mit Miti vor die Grünlinge und begrüßte sie in seiner stets herzlichen Art. Er und seine Freunde verbeugten sich. Darauf hin kreuzten die Außerirdischen die Arme über die Brust und dankten so mit dieser Geste für den freundlichen Empfang. Aber jetzt kommt das gro0e Aber: Eine Verständigung war leider ncht möglich, weil sie eine unverständliches Kauderwelsch redeten auf das die Knollennasen nicht reagieren konnten. Durch Handzeichen gaben sie dann den Außerirdischen zu verstehen, sich auf den Boden zu setzen. Den angebotenen Tee lehnten sie ab und deuteten zum Ufo hin. Das War ein Hinweis für den Aufbruch der Alien. Die Entfernung zum Flugobjekt betrug höchstens 50 Meter, so dass sie dieses in kurzer Zeit erreichten und alsbald auf der herabgelassenen Leiter hinauf kletterten. Motoren wurden angelassen. Die fliegende Untertasse hob ab und verschwand in Richtung Weltraum.

Es war ein höchst seltsames Geschehnis für die kleinen Waldbewohner. Sie glaubten geträumt zu haben und standen eine Zeitlang wie erstarrt da bis der Lehrer der Zwerge eine unglaubliche Bemerkung machte und rief: „Zwei Zwergenkinder fehlen.“ Entsetzen ergriff jeden Einzelnen. Es wurde nicht lange überlegt und sofort gehandelt. Zunächst vermutete man die Kinder dort, wo das UFO gelandet war. Vor lauter Aufregung wusste keiner, wo er hingucken sollte. Die Waldvögel, die die weitere Umgebung überflogen hatten, fanden die Kleinen sitzend vor einem Holunderstrauch. Herr Wichtel flitzte zu ihnen hin und fragte sie nach dem Grund ihres heimlichen Verschwindens. Unter Trämem gestanden die beiden, dass sie gerne mit den Aliens hätten hinweg fliegen wollen. Aber sie wären von ihnen zurückgewiesen worden, weil Erdenbewohner auf anderen Planeten keine Überlebenschance haben. Aber dieses mal wurde den kleinen Ausreißern eine ordentliche Standpauke gehalten. Das nächste Mal sollten sie eine solche Dummheit nicht mehr begehen und ihren Eltern gegenüber offener sein. Von einer Strafe wurde abgesehen.

Die Bewältigung des vorangegangenen Ereignisses und das Bootsrennen auf dem Teich.

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