Die Geschichte von kleinen Waldmenschen

Dole

Wie Max aus den Krallen einer Dole befreit wird

63. Folge: Wie Max aus den Krallen einer Dole befreit wird

Sie packte das Kerlchen an seinem Hinterteil und flog mit ihm davon. „So etwas,“ schnatterte die Gans, „was erlaubt sich dieser Vogel. Wenn ich das Zwergenkind nicht zurückbringe, dann werde ich beschimpft und ausgestoßen. Das wäre furchtbar.“ Wild entschlossen schoss sie wie eine Rakete dem Krähenvogel nach. Da durfte kein anderer Artgenosse in die Quere kommen. Der wäre rücksichtslos angerempelt worden. Mit ihrem kraftvollen Flug holte sie die Dohle schnell ein und zwang sie auf den Boden. Ihr Zorn war so heftig, dass sie der Dohle mit dem Schnabel einige Hiebe versetzte.

Angstvoll flog das diebische Tier davon. Endlich konnte sich das Wichtelkind auf den Rücken des Vogels schwingen, wobei es sich einen sicheren Halt zwischen Kopf und Rumpf suchte. Sein Herzchen schlug ihm immer noch bis zum Hals. Noch während des Fluges erholte sich Mäxchen und kam wohlbehalten im Kreise seiner Freunde an. Leider konnte sich das Federvieh nicht lange an diesem Platz aufhalten, denn da wären alle schutzlos den hungrigen Wölfen und Füchsen ausgeliefert gewesen. Zum anderen fanden die Zwerge an den Ufern keine Kräuter und salziges Meerwasser löscht nicht den Durst.

Über eine Stunde hatte der Flug gedauert bis sie waldreiches Gebiet erreichten. Hier fanden die Wichtels einen offenen verfallenen Schuppen, der genügend Platz für alle gewährte. Es dämmerte schon als sie sich zur Ruhe begaben. Aber vorher wurde untereinander ausgemacht, wer in der Nacht Wache halten sollte und wer wen nach zwei Stunden ablöste.

Ein Lämmchen verletzte sich.

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