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Der neugierige Max bringt Zwerge und Gänse in Sorge

62. Folge: Der neugierige Max bringt Zwerge und Gänse in Sorge

Max war ein neugieriger Junge und wollte sich eine solche verlassene Brutstätte genauer betrachten. Dabei neigte er sich zu weit nach vorne, verlor das Übergewicht und fiel in das leere Elsternnest. Er rief den davon fliegenden Vögel nach. Umsonst. Seine Schreie verhallten leider ungehört. Erst an der Meeresküste, wo man eine Rast einlegte, stellte Frau Wichtele fest, dass ihr Max fehlte. Sie schaute bei jeder Gans nach, ob der Bub sich nicht versteckt hatte oder einen dummen Streich spielen wollte. Leider war die Suche ergebnislos.

In ihrer Verzweiflung wendete sie sich an Vater Wichtel. „Wie, der Racker ist verschwunden?“, gab er erstaunt zur Antwort, „da müssen wir den gesamten Umkreis absuchen.“ Der Gänsevater überlegte nicht lange und stieg sogleich zum Flug auf. Zum Glück brauchte er nur eine kurze Strecke zurück zu fliegen, um den kleinen Schreihals als bald ausfindig zu machen.

Allerdings gestaltete sich Max`s Rettung schwierig, denn der Vogel war durch seine Schwimmfüße nicht in der Lage sich auf einen Ast nieder zu lassen. Also musste er ganz dicht an das Nest heran fliegen, und das Wichtelkind musste versuchen, auf den Rücken der Gans zu springen. Eine komplizierte Sache. Max hatte natürlich unheimlich Angst vor diesem Sprung. Eine Dohle, die zufällig um diese Zeit ihre Kreise zog, erkannte die schlimme Lage, in der sich Tier und Zwerg befanden.

Wie Max aus den Krallen einer Dole befreit wird.

Der Flug mit den Gänsen

61. Folge: Der Flug mit den Gänsen

„So“, sagte der Gänserich“, den Kerl haben wir verscheuchen können, wie ist es mit euch, Wichtels? Ihr schaut so runter gekommen aus! Habt ihr Lust mit uns die Welt von oben zu sehen? Ihr setzt euch auf unsere Rücken. Da ist es warm und kuschelig. Wollt ihr?“ Das war ein tolles Angebot. Dennoch überlegenswert.

Inzwischen war der Jäger zurück. „Was ist hier los ?“, rief er. „So viele Gänse haben sich hier versammelt, wollen die auch mit kommen ?“, fragte er. „Nein, nein“, entgegnete der Wichtelvater, ein dummer Troll wollte uns reinlegen. Die Wildgänsefamilie hatte vor, uns zu helfen und lud uns ein, mit ihnen zu fliegen.

Nun müssen wir uns zwischen deiner Unterkunft und „mitfliegen“ entscheiden. Was sollen wir tun ?“ „Oh, da kann ich nichts sagen, ihr müsst das selbst entscheiden“, meinte der Jäger. Die Zwerge bewegten ihre Köpfchen hin und her als wollten sie ihre Gedanken ordnen. Mit einem Male huschte ein Lächeln über ihre Gesichter. Jeder von ihnen schien die gleiche Idee zu haben, denn Abenteuer begeistert und ist spannend. Das verstand der Jäger und verabschiedete sich.

Geduldig warteten die Gänse bis die Zwerge einen sicheren Platz und Halt im Federkleid gefunden hatten. Wie Flieger hoben die Vögel ab, wobei sie sehr achtsam über Sträucher und Bäume hinwegflogen, ohne diese zu streifen. „Fliegt doch nicht so schnell, ihr Wildgämse, wir möchten uns den Wald genauer betrachten“, schrie der Zwergenlehrer, „schaut euch mal die Elsternester an, wie sie gebaut sind. Die Nestlinge haben da sogar ein Zweigendach über dem Kopf“.

Der neugierige Max.

Die Zwerge helfen einem Rehkitz, das seine Mutter verloren hat

22. Folge: Die Zwerge helfen einem Rehkitz, das seine Mutter verloren hat

Da nahmen alle Wichtels ihre Tarnkappen von ihren Köpfchen. Das Rehkitz zuckte zurück, denn es hatte noch nie so viele kleine Leute gesehen, zu denen es herunter schauen musste. Ihm war mulmig zu Mute und es wollte ins gegenüberliegende Feld flüchten. Die Zwerge blieben stehen, verhielten sich ruhig. Dem Gitti-Mädchen tat es sehr leid, weil das Kitz am ganzen Körper zitterte und bittere Tränen weinte. Die Zwerge fragten, warum es so traurig und verzweifelt wäre. Da wurde es zutraulicher und erzählte, dass seine Mutter kurz vorher von einem Traktor überfahren worden sei. An seinem rotbraunen Fell mit den weißen Punkten auf dem Rücken und an den Flanken hing Schmutz, der allmählich trocknete und abfiel. Eine Welt schien für ihn zusammengebrochen zu sein. Es fühlte sich elend und niedergedrückt. Seine Beine knickten ein und der Ohnmacht nahe, fiel das Kitz fast in den Graben, der neben dem Weg verlief. Während es auf dem Boden lag, streichelten die Knollennasen über sein Köpfchen, führten das ängstliche Waldtier zu einer klaren Quelle, die in der Nähe eines Haferfeldes lag. Dort stillte es erst einmal seinen großen Durst, den es durch den furchtbaren Schreck nicht mehr verspürt hatte. Gleichzeitig rieben Gitti und Miti den Schmutz von seinem geschwächten Körper. Dann trat Vater Wichtel auf den Plan und versprach, das unglückliche Wesen zu einem Rudel zu bringen. Aber vorher wollte er den unachtsamen Bauern aufsuchen und ihm einen Streich spielen. Dafür brauchte er Gänseeier, die er den brütenden Hühner unterlagen wollte. Mit diesem Vorschlag waren allesamt einverstanden.

Nicht weit vom Bauernhof lag eine Gänsefarm und dort stibitzten sie die Gänseeier und legten dafür die kleineren Hühnereier, die sie schon mitgebracht hatten, in die Nester. Natürlich gackerte das Federvieh entsetzlich, als die unsichtbaren Zwerge die Ställe jeweils aufsuchten und ihren gefassten Entschluss durchführten. Die Bäuerinnen hörten das ungewöhnliche Geschrei und rannten in den dunklen Stall. Sie konnten nichts außergewöhnliches erkennen. Sie glaubten, ein Fuchs wäre in den Stall geschlichen und hätte das Federvieh aufgescheucht. Da das anscheinend nicht der Fall war, schauten sie in den einzelnen Nester nach. Beide Frauen wunderten sich zwar über die Größe der Eier, ließen sie jedoch liegen. Langsam beruhigten sich die Hennen und setzten sich zum Brüten auf ihre Nester. Da es anfing dunkel zu werden, übernachteten die Zwerge mit dem Kitz in einer großzügigeren Behausung. Sie verpflegten es, machten ihm ein weiches Lager zurecht, damit das Jungtier sich erholen konnte. Der Eingang des Unterschlupfs wurde mit getrocknetem Gras locker zugestopft, um alle vor der kommenden kühleren Nacht zu schützen. Schon in der Abendstunde wurde die bleiche Sichel des Mondes am Firmament sichtbar und verhieß eine klare Nacht.

Nach dem die kleinen Leutchen und das Kitz ausgeschlafen und ihre Bäuche vollgeschlagen hatten, machten sie sich auf den Weg, das Rudel Rehe zu suchen, zu dem das junge Wesen gehörte. Keiner von ihnen wusste, wo die Waldtiere sich aufhielten. So nahm man den Pfad, der am Tannenwald entlang führte. Und siehe da, an einer ausgeholzten Stelle stießen die Wichtels auf das Rudel, das gerade beim Äsen war. Das Kitz sprang und hüpfte vor Freude als es seine Freunde sah. Das junge Tier wurde befühlt und beschnuppert. Dann erst nahmen es seine Artgenossen auf. Die Zwerge waren stolz und erleichtert, dass die Rehe sich seiner annahmen.

Nun konnten die Zwilche beruhigt zu dem Weiler zurück pilgern. Hier blieben sie die nächste Zeit, denn sie wollten dabei sein, wie der Bauer darauf reagiert, wenn statt Hühnerküken kleine flaumige Gänseküken aus den Eiern schlüpften. Nach ein paar Tagen war es soweit. Die Hühner rasten den watschelnden Gänseküken nach. Die Gänse begriffen das Verhalten der winzigen Hühnerküken nicht, die lediglich Körner picken wollten. Was tun, fragten sich die Bauern, die ebenso überrascht waren. Die Wichtels sahen mit Genugtuung wie die Bäuerinnen die Küken einfingen und in mit Stroh ausgelegten Kisten taten. Sie tauschten diese einander aus. Damit war jeglicher Schaden behoben. Herr Wichtel, der wie wir alle wissen, jedem Streit abhold war, betonte im Brustton der Überzeugung, dass es stets eine friedliche Lösung gibt, obwohl er selbst fast einen Zwist zwischen den Menschen ausgelöst hätte.

Die steinernen Zwerge und der böse Traum.

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