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Zwei Raumschiffe landen unabhängig von einander auf der Erde

26. Folge: Zwei Raumschiffe landen unabhängig von einander auf der Erde

Herr Wichtel lief sogleich zum Ausgang der unterirdischen Behausung, mit ihm natürlich sein beflissener Sohn. Sie streckten vorsichtig ihre Köpfchen aus dem Versteck und erblickten eine silbrige Scheibe, die gerade eine Wiese anflog und dort aufsetzte. Beide dachten, sie träumten, kniffen sich gegenseitig in ihre Unterarme. Diese Geste sollte andeuten, dass sie hellwach und bei Verstand waren. Sie erkannten das Flugobjekt, das vor geraumer Zeit an einem anderen Ort, wo die Zwilche eine zeitlang gelebt hatten, aufgetaucht war. Mittlerweile war das ganze Zwergenvölkchen aus seinem unterirdischen Schlupfwinkel herausgekrochen und beobachtete argwöhnisch die grünen Männlein, als sie aus ihrem Raumschiff herauskletterten.

„Es wird ein Problem sein mit den Planetariern zu sprechen“, dachten sie alle. Man vermutet, dass die Alien die Worte im Kopf hören und nicht mit dem Ohr am Hinterkopf. Möglicherweise verstehen sie alles und können ihre Antworten nur in einer so genannten Gebärdensprache geben. Hohe Stimmen nehmen sie schon von weitem war. Aus diesem Grunde orteten sie sehr schnell, wo unsere Zwilche sich auf die Lauer gelegt hatten. Zielstrebig tappten die UFO-Leute, wenn auch etwas ungeschickt, zu ihnen hin und klatschten vor Freude in die Hände, die jeweils vier Finger hatten. Unsere Wichtels kamen hinter dem Besuchs hervor, verbeugten sich zum Zeichen der Freundschaft. Die fremdartigen Wesen wurde somit Achtung erwiesen. Die Außerirdischen waren ebenfalls zuvorkommend. Schrittchen für Schrittchen erkannten die Alien und unsere kleinen Freunde, dass sie sich mochten. Ihre Sprache ist den Erdenbewohnern unbekannt, aber sie können, wie Herr Wichtel feststellte, alles verstehen.

Er erzählte ihnen, dass er und die Zwerge darüber nicht glücklich seien wie die Menschen mit ihrem Planeten umgehen, dass heißt, sie beuten die Erde aus. In allen Ländern werden ständig Waffen produziert, die irgendwo in der Welt Einsatz finden. Die Alien nickten. Sie gaben durch Zeichen zu verstehen, davon zu wissen und befürchteten deshalb die Vernichtung des Planeten Erde. Die Zwerge betonten schon alles unternommen zu haben, um die streitsüchtigen Menschen von ihrem Vorhaben abzubringen. Leider waren in dieser Hinsicht ihre Bemühungen bisher vergeblich gewesen. Die Außerirdischen hörten aufmerksam zu, denn sie sehen ebenfalls eine gewisse Gefahr für den Kosmos. Immer und immer wieder bringt der Mensch Raketen und Satelliten in die Umlaufbahn der Erde und beachtet nicht die verheerenden Folgen für das Universum, wenn die Technik versagen sollte. Nicht weit von der Gruppe hielte sich viele Spaziergänger auf. Keiner von ihnen bemerkte das fremde Flugobjekt.

Im Schutze des Dickichts konnten sich die Zwerge und Aliens ungestört unterhalten, wobei sie die Umgebung nicht aus ihren Augen ließen. Da erblickten sie aufsteigende Papiergebilde in den verschiedensten Farben. So etwas hatten die Außerirdischen aus dem fernen All noch nie gesehen. Die Knollennasen erklärten ihnen, dass am Ende jedes Sommers die Kinder solche seltsamen Gestelle, die sie Drachen nennen, basteln. Wenn das kleine Kunstwerk fertig ist, wird noch eine lange Schnur auf der Innenseite angebracht und dann kann der Drachen steigen. Während sie diesem Treiben auf den Stoppelfeldern zuschauten, kam am Horizont ein anderes Raumschiff in Sicht. Weithin war sein donnerndes Motorengeräusch hörbar. Er steuert auf die Lichtung des Waldes zu, um senkrecht wie ein Hubschrauber auf die dortige Stelle aufzusetzen. Die Stützen waren bei diesem Flugobjekt kürzer. Infolgedessen wurden diese erst in Bodennähe automatisch herausgefahren. Eine Tür öffnete sich und graue Gestalten rutschten über eine Ladeluke auf den Rasen. Sie hatten einen kräftigeren Körper als ihre grünen Kollegen vom anderen Stern. Auch waren ihre Köpfe größer, die Augen dunkler. Die blonden Haare fielen auf ihre Schultern.

Da alle Planetarier, wie schon erwähnt, eine erstaunliche Orientierungsfähigkeit besitzen, entdeckten sie sehr bald die Zwerge und die grünen Aliens. Sie begrüßen sich untereinander mit Begeisterung wie es Verwandte oder Bekannte tun, wenn sie sich eine Weile nicht gesehen haben. Bald danach wurde das Gespräch über unseren Planeten fortgesetzt.

Die Aliens laden die Zwerge zu einem Rundflug um die Erde ein.

Ein beschwingter Flug und die Landung auf einem Felsen

25. Folge: Ein beschwingter Flug und die Landung auf einem Felsen

Das Fliegen bereitete unseren kleinen Freunden sehr viel Vergnügen. Sie versuchten einander näher zu kommen, winkten sich zu und freuten sich ihres Lebens. Die grauen dunklen Wolken lösten sich auf, die Gewitterwand zog ostwärts. Frau Sonne kam hervor. Ihre warmen Strahlen drangen tief in die Erde hinein. die Tiere krochen vorsichtig aus ihren Höhlen. Überall knisterte und raschelte es. Die Vögel erhoben sich zwitschernd in die Luft. Sie begrüßten diesen angehenden Tag mit Wohllaut und schauten zu den fliegenden Wichtels, die einen herrlichen Blick über die weite Ebene hatten. Ein kleines Knollennasen-Heer schwebte zwischen Himmel und Erde. Sie fühlten sich gleich Zugvögel, die in einer Formation am Ende des Sommers in die Überwinterungsgebiete ziehen. Die umher fliegenden Mehlschwalben, deren Nahrung vorwiegend aus Fliegen und Mücken besteht, erkannten blitzschnell, dass dies kein Insektenschwarm war. Da hatten die kleinen Waldmenschen nochmal Dusel gehabt. Die winzigen Flügelrotoren auf ihrem Rücken drehten sich unaufhörlich. Die Zwilche waren von dem Flug sehr ergriffen. Vor lauter Entzückung vergaßen sie ganz, was ihnen der Erdgeist gesagt hatte. Leise und stetig verloren sie an Höhe. Erst kurz vor der Landung auf einem felsigen Gipfel kam ihnen die Mahnung in den Sinn. Sie ärgerten sich über verträumtes Verhalten. Jetzt saßen sie auf einem Felsen in luftiger Höhe und wussten weder ein noch aus. Außerdem hatten sie einen riesen Hunger. Wie sollten die kleinen Racker ins Tal kommen? Sie schauten betrübt in alle Himmelsrichtungen.

Da, plötzlich vernahmen sie den „hiä“-Ruf eines Mäusebussards, der nicht weit von ihnen in Höhe seines Ansitzes herumkreiste, um Beutetiere zu jagen. In ihm sahen die Wichtels eine mögliche Rettung. Sie schrien nach ihm so laut wie sie konnten und streckten ihre Ärmchen zum Winken aus. Der Greifvogel näherte sich dem Zwergenvölkchen und ließ sich so dann bei ihnen nieder. Nach dem er erfahren hatte, wie sie auf dem felsigen Hügel geraten waren, erklärte der Mäusebussard sich bereit, die Zwilche in das Tal zu fliegen und dort abzusetzen. Natürlich konnten sie ihren Freudentaumel kaum unterdrücken und tanzten um ihn herum, so dass er Mühe hatte, seine Flügel auszubreiten. Einer nach dem anderen nahm auf den Schwingen des Vogels platz. Sachte erhob er sich vom Boden und segelte mit den Knollennasen in das Tal. Das tat er noch ein paar Mal bis sie alle vollzählig beieinander waren.

Glücklich, nach dem langen Fliegen wieder Boden unter den Füßen bekommen zu haben, lenkten sie ihre Schritte zum nahen Waldrand hin. Dort fanden sie reichlich Nahrung und Unterschlupf, in dem Schutz und Ruhe für jeden gewährleistet war. Die Wichtels schliefen fest bis in den nächsten Tag hinein als sie von ohrenbetäubenden Motorengeräuschen unsanft geweckt wurden.

Zwei Raumschiffe landen unabhängig von einander auf der Erde.

Die kleine Enttäuschung und die Ankunft der Alien

17. Folge: Die kleine Enttäuschung und die Ankunft der Alien

Das Wichtelmännchen rutschte vorsichtig von dem für ihn riesigen Schilfstängel hinab und watete mit Sohn Miti, der schon im seichten Wasser auf ihn wartete, auf die nahe gelegene Wiese. Hier ließen sie sich erst einmal nieder und sprachen eine Zeitlang nicht miteinander. Ihre aus Laub bestehenden Schuhchen und Strümpfchen zogen sie aus, warfen sie auf den Teich und schauten zu wie die einzelnen Blätter auf der Wasseroberfläche allmählich dahin trieben. Es wehte kaum ein Lüftchen, nicht einmal das Schilf bebte und die Luft flimmerte vor Hitze. Beide konnten keine richtigen Gedanken fassen. Erst nach einer Weile fanden sie die Sprache wieder und redeten miteinander. Ihrer Auffassung nach – darin waren sie einer Meinung – war eine solche schwimmende Unterlage nicht geeignet für die Wichtelzwerge. Sie verließen ein wenig enttäuscht diese Stelle und überlegten, was sie noch tun könnten um ihre Vorstellung in die Praxis umzusetzen. Vater Wichtel schlug vor, ins Zwergenlager zurückzugehen. Als Vater und Sohn dort angekommen waren, versammelten sich alle neugierig um die beiden herum und wollten wissen, ob überhaupt eine Aussicht besteht, eine Fahrt über den Teich zu machen. „Ja“. antwortete Wichtelmännchen, „nur müssen wir daran denken, dass nicht alles, was die Natur uns bietet, auf der Wasseroberfläche bleibt. Wir versuchen es mit Baumrinde, die hier massenweise herumliegt. Sucht die größten Stücke heraus und steckt diese zusammen. Die erste Fahrt mit dem Bötchen wagen auf jeden Fall nur diejenigen, die schiwmmen können.“

Die Knollennasen machten sich jetzt an die Arbeit. Mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wurden die einzelnen Teile zureicht geklopft, zusammengefügt und mit Gräsern und Zweigen abgedichtet. Die kleinen Handwerker bemühten sich sehr eifrig um die Fertigstellung der Kähne. Die Zwergenkinder hüpften herum und packten dort mit an, wo es nötig war. Die Tiere des Waldes, offenbar durch den Lärm aufmerksam gemacht, kamen herbei und schauten sich das Spektakel an. Meister Lampe und Reineke Fuchs staunten über die Handfertigkeit. Die Eichhörnchen brachten ihnen die Schalen der Haselnüsse, die sie irgendwie mit in die Bauwerke hineinbringen sollten. Der Eichelhäher, der Specht, der Kuckuck, die Lerche, der Stieglitz, das Auerhuhn, der Wiedehopf und die Enten vom Teich flogen zu den Knirpsen hinüber. Die Singvögel rührten mit ihren vielstimmigen Gesang die Seele der ganzen Gesellschaft. Währenddessen hörten sie ein eigenartiges Geräusch.

Alle guckten nach oben zum wolkenlosen Himmel und entdeckten zu ihrer Überraschung ein Silber glänzendes Ufo, das auf einer großen Wiese nahe am Teich zur Landung ansetzte. Kurz über dem Boden öffneten sich unterhalb der fliegenden Untertasse vier Klappen und massive Stützen kamen langsam heraus und berührten den Erdboden. Der Motor der Maschine wurde abgestellt. Da tat sich eine Tür auf und gleichzeitig setzte eine technische Vorrichtung eine Ausstiegsleiter in Gang und ließ diese automatisch herab. Oben auf der Treppe erschienen kleine, niedliche gründe Männchen mit nur einem großen Auge und einem Ohr am Hinterkopf. Sie sahen sich in der Gegen um, dann stiegen sie die Leiter hinab, Die kleinen Waldleute und die Tiere bekamen beim Anblick dieser komischen Lebewesen furchtbare Angst. Sie vergaßen darüber ihre Arbeit und wollten sich verstecken.

Kurzer Besuch der Außerirdischen bei den Zwergen.

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