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Miti und Max sollen aufpassen

74. Folge: Miti und Max sollen aufpassen

Glaube nicht, dass wir dich ohne Weiteres frei geben. Wir wollen mit euch reden.“ Oh, das passte dem Bösewicht nicht. „Soviel Geduld habe ich nicht. Ein Troll lässt sich nicht festhalten“, so dachte er. Max und Miti wurden als Aufpasser eingesetzt. Es war nicht leicht für die Beiden diese Aufgabe zu erfüllen, weil sie nicht auf Entdeckungsreise gehen konnten. Da kam ihnen die Idee, Lisa mit ein zu beziehen. Obwohl Mädchen für Max Schwächlinge sind, sollte sie zu den Trolls geschickt werden. Ein gewagtes Unternehmen. Da mischte sich Frau Wichtele ein. Sie bat das Schulmeisterlein um Unterstützung. „Ich gehe mit Lisa zu den Trollen und versuche, meinen Plan durchzusetzen. Mal sehen, was daraus wird,“erklärte er.
Der Schullehrer und Lisa marschierten los. Der Weg dorthin war nicht so weit wie vermutet, aber steinig und schlecht begehbar.

Die Verhandlung und das Ende der Trolle.

Der neugierige Max bringt Zwerge und Gänse in Sorge

62. Folge: Der neugierige Max bringt Zwerge und Gänse in Sorge

Max war ein neugieriger Junge und wollte sich eine solche verlassene Brutstätte genauer betrachten. Dabei neigte er sich zu weit nach vorne, verlor das Übergewicht und fiel in das leere Elsternnest. Er rief den davon fliegenden Vögel nach. Umsonst. Seine Schreie verhallten leider ungehört. Erst an der Meeresküste, wo man eine Rast einlegte, stellte Frau Wichtele fest, dass ihr Max fehlte. Sie schaute bei jeder Gans nach, ob der Bub sich nicht versteckt hatte oder einen dummen Streich spielen wollte. Leider war die Suche ergebnislos.

In ihrer Verzweiflung wendete sie sich an Vater Wichtel. „Wie, der Racker ist verschwunden?“, gab er erstaunt zur Antwort, „da müssen wir den gesamten Umkreis absuchen.“ Der Gänsevater überlegte nicht lange und stieg sogleich zum Flug auf. Zum Glück brauchte er nur eine kurze Strecke zurück zu fliegen, um den kleinen Schreihals als bald ausfindig zu machen.

Allerdings gestaltete sich Max`s Rettung schwierig, denn der Vogel war durch seine Schwimmfüße nicht in der Lage sich auf einen Ast nieder zu lassen. Also musste er ganz dicht an das Nest heran fliegen, und das Wichtelkind musste versuchen, auf den Rücken der Gans zu springen. Eine komplizierte Sache. Max hatte natürlich unheimlich Angst vor diesem Sprung. Eine Dohle, die zufällig um diese Zeit ihre Kreise zog, erkannte die schlimme Lage, in der sich Tier und Zwerg befanden.

Wie Max aus den Krallen einer Dole befreit wird.

Max hat Probleme und Besuch vom Mars

50. Folge: Max hat Probleme und Besuch vom Mars

Titi, Miti und Max waren schon sehr früh wach. Sie reckten und streckten sich. Nur einen Spaltbreit öffneten sie ihre winzigen Augenlider, denn das Sonnenlicht blendete sie. Die Regentropfen auf Blüten und Pflanzen schimmerten klar und rein wie Kristalle. Es war, als hätte Mutter Natur die Schokoladenseite ihres Gesichtes gezeigt, so herrlich war der beginnende Tag.

Mäxchen war voller Tatendrang und verstand nicht, wie man einen so schönen Tag verschlafen konnte. Darum musste er etwas unternehmen. Er krabbelte auf allen Vieren zu den schlafenden Wichtelkindern und versuchte sie wach zu rütteln. Es war nicht die sanfte Art, die Lisas Bruder anwendete. Wer mag schon im Schlaf an den Beinen gezogen, gekniffen oder gekitzelt werden? Schlaftrunken öffnete Lisa ihre Augen und brummte: „Was ist los? Ist etwas passiert?“ „Mich aus meinen herrlichen Träumen zu reißen, das ist gemein.“ „Nichts ist los“, entgegnete Max, „ich möchte mit dir über ein Problem sprechen, das mich seit einiger Zeit beschäftigt.“ „Und das wäre?“, wollte seine Schwester wissen. „Gibt es ein glückliches Land, wo die Menschen friedlich miteinander leben, wo kein Krieg stattfindet, wo man wie im Paradies lebt?“ „Maxilein, das glückliche Land wirst du nirgendwo auf unserem Globus finden.“ „Warum denn nicht?“, war seine nächste Frage. „Mach dir nicht so viele unnötige Gedanken. Du bist nicht stark genug, ständig über Dinge zu grübeln, denen du nicht gewachsen bist. Sei guten Mutes, dann ist die Welt für dich in Ordnung. Du musst dich damit abfinden, was auf der Welt geschieht. Ändern kannst du zur Zeit nichts.“ „Du hast recht, ich bin ja nur ein winziges Bisschen mit wenig Gehirn. Ach, was rede ich für einen Unsinn“, und schmunzelte. „Jetzt gefällst du mir wieder, du Racker, ich war in Sorge um dich“, gab Lisa erleichtert zu. Gemeinsam liefen sie zu den anderen Zwergen, die sich inzwischen vor der Laube versammelt hatten.

Gleich nach Sonnenaufgang hatten Frau Wichtele und Herr Wichtel Kräuter für das Frühstück ihres Volkes gesammelt. Die Pflanzen schichteten sie auf ein Bänkchen. So konnte sich jeder Zwerg eine Portion davon nehmen. Zwischendurch erfrischten sie ihre trocknen Kehlen mit Tautropfen. Susi und der Gärtner brauten sich einen starken Kaffee, in dem fast der Löffel stecken blieb. Dazu gab es frische Brötchen und Rühreier. Hm, das war ein Frühstück. Mitti schluckte gerade seinen letzten Bissen hinunter als er etwas Ungewöhnliches hinter dem Zaun beobachtete. Zwei untersetzte grünliche Männchen schlichen in geduckter Haltung am Garten vorbei. „Eigenartig“, dachte er, „meine Sinne täuschen mich nicht, ich sehe doch diese Gestalten“, und stupste Gitti. „Siehst du dort drüben die seltsamen Typen?“, fragte er sie. „Wo?“, antwortete sie. Da deutete Miti mit dem Finger in die Richtung, wo er die Grünlinge gesehen hatte. „Oh, das sind Marsmännchen“, stellt sie fest, „was haben die vor?“ „Psst, sprich nicht so laut. Man sagt ihnen nach, dass sie sadistisch und extrem boshaft sind.“ „Quatsch“, erwiderte Gitti, „das glaube ich nicht. Es ist nur eine Vermutung. Hat denn je ein Mensch mit ihnen gesprochen? Niemand kennt ihre Sprache. Ich gehe zu ihnen hin.“ „Das lässt du mal schön bleiben“, flüsterte Miti ihr zu. „Guck mal, wie viele Pfeile die in ihren Köchern stecken haben. Das sind gewiss keine Friedenspfeifen.“ Mäxchen war neugierig geworden und eilte zu dem Geschwisterpärchen. Sofort erfasste er, was dort ablief. „Mir scheint, die Außerirdischen wollen unseren Planeten auskundschaften. Am besten wir bleiben in Ihrer Nähe.“ Die Marsianer schnatterten wie die Gänse. Sie watschelten wie die Gänse. Dauernd schauten sie sich um und als ein Reh plötzlich aus dem Gebüsch sprang, erstarrte das grüne Blut in ihren Adern. Hinter einem Baumstumpf suchten sie Schutz und tappten unversehens in einen zwei Meter hohen Ameisenbau, der am Rande eines dichten Tannenwaldes lag. In Windeseile waren die Ameisensoldaten zur Stelle und verteidigten ihre Kolonie. Mit ihren scharfen Kieferzangen bissen sie tiefe Wunden in die Haut der Marsmännchen und spritzten hochprozentige Ameisensäure hinein. Die Auswirkung kann man sich vorstellen: Die Wunden brannten fürchterlich. Mit solchen Attacken hatten die schlitzäugigen Bewohner des „Roten Planeten“ nicht gerechnet. In panischer Flucht stürzten sie davon als sei der Teufel leibhaftig hinter ihnen her. Erschöpft und außer Atem erreichten sie ihr Raumschiff, griffen hastig an einer am Flugobjekt befestigten Leiter und hangelten sich daran hoch, um eine Luke zu öffnen. Dabei verlor einer der Marsianer das Gleichgewicht und rutschte nach unten. Im Handumdrehen stand er wieder auf den Beinen. Ganz schnell kletterten die Zwei in das Innere des Flugobjektes, verriegelten die Tür. Aber diese Insekten verlassen ihr Umfeld nicht. Nur innerhalb ihres Reviers wird jeder Feind sofort aggressiv angegriffen. „He, Kumpel, wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben doch unsere Tarnkappen“, sage Max. Von nun an wurden die verkappten Lausebengels dreister und rückten den verängstigten Außerirdischen ganz dicht auf die Pelle.

Die Zwergenkinder begeben sich in Gefahr.

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