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Das grübelnde Wichtelmännchen und die Begegnung mit dem alten Mann in der Tropfsteinhöhle

8. Folge: Das grübelnde Wichtelmännchen und die Begegnung mit dem alten Mann in der Tropfsteinhöhle

Waldmenschen grübelte viel, wenn es alleine durch den Wald schlenderte. Seine Gedanken kreisten unter anderem um seine Größe und die von allen Zwergen überhaupt. „Was könnte man tun um unser Wachstum anzuregen. Gibt es hierfür Pflanzen und Kräuter?“ Viele solcher Fragen gingen durch sein Köpfchen. Seine natürliche Größe hatte es erreicht. Könnte ein weiteres Wachstum nicht körperliche Schwierigkeiten ergeben? Jedes Organ, ja die kleinste Einheit im Körper müsste plötzlich sehr stark arbeiten um zu wachsen oder sich zu vermehren. Das wäre eine Herausforderung an die Natur der Gnomen und Zwerge, die im Wald leben und möglicherweise würden sie eine solche Veränderung nicht überstehen. „Nein, am besten bleiben wir so wie unsere geistigen Väter uns erschaffen haben. Vielleicht spreche ich irgendwann mal mir den anderen Zwergen über das Thema“. Es beobachtete die Vögel, die kleinen und großen Tiere, und befand, dass alle Lebewesen eigentlich mit sich zufrieden waren. Plötzlich entdeckte es eine geräumige Tropfsteinhöhle, die voll von kreischenden Fledermäusen war. Um seine Wissbegierde zu befriedigen, ging es ein Stückchen hinein, und sah dort wunderschöne Zapfen, die von der Decke bis auf den Boden reichten. Nicht weit dahinter war ein klarer See, dem man bis auf den Grund schauen konnte. Seltsame Fische schwammen darin herum, deren Schuppen wie Diamanten glänzten, wenn sie von einem Lichtstrahl getroffen wurden.

„Warum ist diese zauberhafte Höhle noch nicht entdeckt worden?“, meinte das Wichtelmännchen. Wie Wichtel so seinen Gedanken nach hing, wurde ein großer Felsblock beiseite geschoben und es erschien ein großer alter Mann mit einem langen weißen Bart. Da erschrak Herr Wichtel sehr und wollte sogleich weglaufen. „Nein“, sprach der Greis, „ich tue dir nichts. Ich möchte mich mit dir unterhalten.“ Das Zwergenmännchen blieb immer noch wie angewurzelt stehen und hörte mit klopfenden Herzen die tiefe Stimme. Es war so aufgeregt, dass es den Alten nur noch schemenhaft sah. Der Greis beruhigte ihn erstmal und erzählte: „Ich wohne schon sehr lange in dieser Gegend. Meine Familie hat mich verstoßen, weil ich mein Äußeres keinen Wert lege und nur ganz alte scheußliche Kleider getragen habe. Das konnte meine Familie nicht ausstehen. Ich verzog mich daher in den dunklen Wald, wo mich keiner mehr fand.“ Er war so glücklich mit jemandem reden zu können und bat darum, die ganze Wichtelfamilie besuchen zu dürfen. So lud es ihn ein, sofort mitzukommen. Meine Frau hat immer zu essen und zu trinken bereit stehen. Allerdings ist die Höhle zu kleinen für einen normalen Menschen. Deshalb müssen alle meine Angehörigen aus der Behausung herauskommen um dich zu begrüßen“, antwortete er. Klar, dass Herr Wichtel vorher seine Familie ganz behutsam aufklärte, wie der Fremde aussah und wo es ihn getroffen hatte. So konnten Frau und Kinder den für sie Unbekannten ohne Furcht willkommen heißen. Der übliche Kräutertee wurde ihm in kleinen Tassen serviert. Bei diesem gemütlichen Zusammensein vertraute man sich manches Geheimnis an.

Der alte Mann erzählte von einem Schatz, den die bösen Krieger erbeutet und in einer tiefen Versenkung eingelagert hatten. Er hatte damals heimlich die bösen Krieger verfolgt und deshalb wusste er, wo sich das Versteck befand. Das interessierte die Zwergenfamilie sehr, denn sie dachten an die armen Leute, die um ihr Hab und Gut gebracht worden waren. Der ungewöhnlich freundliche Besucher verließ nach einer kurzen Zeit die kleine Sippschaft. Jetzt galt es zu überlegen, wie die erbeuteten Sachen an die Leute zurückgegeben werden könnten. Eine gewisse Vorsicht war geboten, da stets damit gerechnet werden musste, dass die wilde Horde zurückkam. Eine Versammlung wurde einberufen, bei der alle Zwergen, Gnomen und Wichtels sich zusammensetzten und beratschlagten, wie man dabei vorzugehen habe. Nach diesem gemeinsamen Treffen trippelte Wichtelmännchen wieder kreuz und quer durch seine Umgebung, blieb aber immer in der Nähe seines Unterschlupfs. Dabei kam ihm eine Idee, die sich auch ausführen ließ: Kräuter und Pflanzen zu verwenden, die die Schätze verdecken könnten. „Wenn die Flora so viele Möglichkeiten bietet, dann könnte eine Mischung die Gegenstände unsichtbar machen. Sollte die Bande zurückkommen, fänden sie nur dem Anschein nach eine leere Höhle, obwohl das gestohlene Gut an dieser Stelle aufbewahrt ist. Vorab muss ich erst eine kleine Mischung versuchen, um dahinter zu kommen, wie viele Pflanzen von jeder Sorte hineingegeben werden dürfen..“ Voller Ideen wanderte Wichtel wieder nach Hause. Das war selbstverständlich eine große Herausforderung für die er eine gewisse Zeit brauchte. Wie so oft half ihm seine Familie dabei.

Klein-Wichtel Miti, so rief ihn jeder, schlug in der Art völlig nach seinem Vater. Es war das eifrigste Persönchen, wenn es um das Zusammenstellen von Pflanzen ging. Sie überlegten miteinander, welche Pflanzen, Sachen und Dinge unsichtbar machen könnten. Das Rezept für sie selbst, war ihnen schon bekannt und das verrieten sie keinem anderen. Noch nie hatten sie Sachen unsichtbar gemacht. Miti meinte zu seinem Vater: „Wir können keinen Tee aufschütten. Das gestohlene Gut wird nass und ist dann unbrauchbar.“ Sein Vater gab ihm recht. Darüber hatte er eigentlich nicht nachgedacht.So sammelten alle Zwerge und auch der alte Mann eine ganze Menge Reisig und Blätter und trugen sie in die Tropfsteinhöhle. Tatsächlich wurde dadurch zwar alles abgedeckt, jedoch nicht unsichtbar gemacht. Es sah aus als wäre an dieser Stelle eine Hecke gewachsen. Sie waren mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Krieger nehmen Zwergenkind als Geisel und Lagebesprechung der Zwerge.

Wichtelmännchens Begegnung

6. Folge: Wichtelmännchens Begegnung

Nach und nach trat die alte Machtgier bei ihnen wieder ein. Sie waren glücklicherweise vernünftig genug, Wichtelmännchen in Ruhe zu lassen. Sie verließen ihr Lager und zogen weiter zu anderen Orten. Ihre streitbare Natur säte weiterhin Hass, Sünde und Tod über die Bevölkerung aus. Der Familie Wichtel war das nicht gleichgültig. Was sollte sie machen gegen eine solche Übermacht. Sie verbarg sich im hügeligen Waldgelände und vertraute sich den Tieren an. Gewiss sind die Tiere beileibe nicht so friedfertig wie allgemein angenommen wird. Je nach dem verteidigen sie ihre Reviere, in denen sie leben und ihre Jungen großziehen, ganz heftig. Oder sie dringen in fremde Gebiete ein und verjagen die schwachen Artgenossen. Diesem Instinkt folgend erhalten die Tiere das Gleichgewicht in der Natur. Wichtelmännchens Tarnkappe sah ständig mitgenommen aus, da es nicht darauf aufpasste. Dennoch, die Löcher waren nicht allzu groß. Viele Käfer fraßen und knapperten an ihr herum. Wichtelmännchen unternahm nichts gegen diese Plage. Es ließ die Insekten einfach gewähren. Die Mütze bestand nämlich aus großen und kräftigen Blättern und Farn wurde durch biegsame Zweiglein zusammengehalten.

Schlimm war es nicht, wenn die Mütze nicht mehr hielt. Frau Wichtel hatte schon wieder eine neue gemacht. Sie arbeitete stets auf Vorrat, da sie wusste, dass ihr Männchen nicht sehr vorsichtig damit umging. Ab und zu streifte es einem Gestrüpp vorbei und schon zerriss die Tarnkappe. Alle Käfer bekamen Kulleraugen, wenn sie ein Stückchen von seiner Zipfelmütze aus dem Gebüsch hervorlugen sahen. Sofort setzten sich darauf und ließen es sich gut schmecken. Dadurch entstanden immer mehr Löcher. Wie schon erwähnt, war das für Wichtelmännchen gar nicht wichtig, was mit seiner Mütze passierte. Einzig und allein sein Frauchen ärgerte sich unheimlich, wenn ihr Männlein zurück kam und viele Insekten in die Behausung hineinbrachte. Dann schimpfte sie mit ihm, nahm ihn sein Häubchen ab und war es durch de n Höhleneingang hinaus in den Wald. Natürlich freuten sich alle Insekten über diese zusätzliche feine Nahrung.

Was macht überhaupt unser Wichtelmännchen öfters im Wald? Das kann man klipp und klar erzählen. Es sucht nach anderen Pflanzen und probiert andere Mischungen aus. Oder lässt sich auch aus Zweigen oder Ästchen ein Zaubertrank herstellen? Es prüfte jeden Ast und Zweig, der auf dem Boden lag und lief deswegen eine weite Strecke. Eines Tages entdeckte es auf dem Weg eine andere Zwergenfamilie. Sie wohne wie die Familie Wichtel unter dem Waldboden. Zwergenmännchen freute sich sehr über die Entdeckung und wurde herzlich zu Essen und Trinken eingeladen. Sie erzählten sich eine Menge Geschichten, die sie erlebt hatten und kamen sich auf diese Weise näher. Nun war es für Wichtelmännchen allmählich Zeit aufzubrechen, denn sein Frauchen wartete schon auf ihn. So vereinbarte man beim Abschied, dass beide Familien sich öfters treffen. Alle waren sich einig, je größer die Gemeinschaft sei, desto stärker könne man gegen Ungerechtigkeit und Unfrieden angehen. Nebenbei hörte Wichtelmännchen von weiteren Familien seines Volkes. Sie wohnten in unmittelbarer Nähe. Frohgemut und lustig lief es zu seinen Lieben zurück und erzählte freudestrahlend seiner Familie, wem es begegnet sei.

Das Waldfest der Zwerge.

Wichtelmännchen erfährt einiges über die Raubeine

5. Folge: Wichtelmännchen erfährt einiges über die Raubeine

Bei der ganzen Angelegenheit gab es noch etwas zu bedenken: Wie lange ist der Tee wirksam? Bleiben die Männer friedlich? Oder musste die ganze Prozedur wiederholt werden? Zunächst hatten unser Wichtelmännchen und seine Lieben eine Weile Ruhe. Kämpfe, räuberische Taten und Überfälle gab es nicht. Sie jagten anstatt Tiere, erlegten sie und brieten sie am Spieß. Sie hatten also genug zu essen und der Tee reichte noch über eine Woche. Die Dorfbewohner, die zu den Raubeinen hielten, waren schockiert, konnten aber im Augenblick nichts ändern. Die beiden Wichtelkindern tat die eingetretene Ruhe sichtlich gut. Sie konnten sich draußen vor Höhle ungestört neue Wurfspiele und lustige Versteckspiele ausdenken. Keiner wusste, was in der nächsten Zeit geschehen wird. Es war einfach herrlich, diese ruhigen und friedlichen Zeiten genießen zu können. Sollte es tatsächlich so bleiben?

Misstrauisch blieben alle. Wichtelmännchen blieb auf der Lauer. Das hatte seine Berechtigung, denn eines seiner Kinder verschwand plötzlich. Sein Geschwisterchen kam weinend an. Es fand sein Brüderchen nicht mehr. Darüber erschraken seine Eltern sehr. Sie hatten tatsächlich Angst, dass die bösen Krieger es gekidnappt hatten und suchten es zunächst bei ihnen. Aber dort befand sich das kleine Kerlchen nicht. Inzwischen hatten die Wichteleltern erfahren, dass noch andere wilde Horden durch den Wald gezogen waren. Möglicherweise war das Kind in deren Gewalt. Wichtelvater bat die Truppe – ihre Gedanken waren noch friedlich – ihm zu helfen. Sie gingen anderen Spuren bis hin zum nächsten Dorf nach und, siehe da, das Wichtelkind war hier. Sein bleiches Gesichtchen errötete als es den Vater sah und sprang zu ihm hin.

Die Truppe wollte die wilde Horde verprügeln. Einer von ihnen bremste sie und erzählte, dass das Kind hinter ihnen hergelaufen sei. Sie hätten ihm nichts getan. Die wilde Horde zog sich in ihr Lager zurück. Leichte Unruhe trat in ihnen ein. Offenbar fing die Wirkung des Tees an nachzulassen. Immer nur Tee für die Streithähne zuzubereiten, würde die Familie unheimlich anstrengen, mehr als ein großer Mensch. Außerdem war es unzumutbar, ständig Schwerstarbeit zu leisten.

„Kommt man denn gar nicht zur Ruhe“, dachte Vater Wichtel. Noch einmal besuchte er die Truppe in ihrem Lager und bat inbrünstig keinen Krieg mehr anzuzetteln. Unter den Soldaten befanden sich zum größten Teil Söhne armer Leute, die bei den Kriegern dienten, um zu überleben. Zu Hause, in ihrer Heimat, war das Leben sehr schwer. Meistens musste eine große Familie versorgt werden. Die wenigen Felder, die sie besaßen, brachten nicht genug Nahrung für alle. Es gab Zeiten, in denen die Ernte durch Naturkatastrophen zerstört wurde. Ihre Familien hatten keine andere Wahl, als in der Natur, im Wald, Beeren, Pilzen und Pflanzen zu sammeln. Das war sehr mühsam. Die erwachsenen Söhne verließen ihre Familien und suchten bei irgendeiner Bande unterzukommen. Allerdings mussten sie beim Training ihre Ausdauer beweisen. Wie dem auch sei, Krieg oder auch räuberische Überfälle sind etwas schreckliches. Sie bringen viel Armut und Trauer über die Bevölkerung.

Die Sieger triumphierten und kosten diese Situation aus. Sie nehmen Besitz weg, verlangen, dass sich die Menschen unterwerfen. Wichtelmännchen und seine Familie redeten darüber und verstanden nicht die Habgier der rauen Horden. Zeitweise bedauerten sie die Leute sogar wegen ihrer Einstellung. Leider reichte die beste Überredungskunst nicht aus, die bösen Krieger von ihrem Vorhaben abzubringen. Mit List und Tücke vorzugehen, war nicht im Sinne der Zwergenfamilie. Wenn es halt nicht anders geht, sollte Taktik besser sein.

Versuchsweise besprach Wichtel noch einmal das Thema mit einzelnen Rekruten. Bedauerlicherweise hielten sie nichts von seinen Vorschlägen. Sie sagten, dass es ihnen gleichgültig wäre durch Hunger oder Krieg umzukommen. Hier hätten sie die große Chance etwas zu bekommen. Immerhin zeigten die uneinsichtigen Streiter Gelassenheit. Der Boss übte weiter mit ihnen. Abends durften sie ihre freie Zeit für ihre Zwecke benutzen. Sie knobelten oder rauften miteinander wie es junge Tiere tun, die sich für den harten Kampf in der Natur vorbereiteten. Mittlerweile hatten die Krieger den Kräutertee ausgetrunken. Es gab keinen Nachschub mehr.

Wichtelmännchens Begegnung.

Das Wichtelmännchen beobachtet die Krieger

3. Folge: Das Wichtelmännchen beobachtet die Krieger

Zunächst sollte das Wichtelmännchen gefunden werden. Das war wie ein Suchen nach einer Stecknadel im Heuhaufen, denn es hatte sich seine Tarnkappe aufgesetzt und war für das menschliche Auge unsichtbar. Es narrte die Soldaten, stellte sich vor ihnen und lachte sie aus. Dabei kniff es ihnen in die Beine, dass sie vor Schmerz schrien. Eines Tages aber erwischte einer der Krieger Wichtelmännchens Mütze. Nun war es entdeckt. Da musste es sich gegen die vielen großen Menschen wehren. Es schlug sich tapfer durch. Leider ließ seine Kraft nach. In diesem Gedränge brachte es unser Wichtelmännchen nicht fertig, seinen Hokuspokusspruch zu sprechen. Was tat es da? Es verschwand ganz schnell in ein Erdloch . Dort hatte das Wichtelmännchen noch mehrere Mützen auf Lager, mit denen es sich tarnen konnte. Es setzte sich davon eines auf und kam aus einem anderen Erdloch wieder heraus.

Das kleine Männchen beobachtete jetzt diese Chaoten, welche Gewohnheiten sie hatten. Schon morgen beim Frühstück zankten sie sich, weil manche von ihnen glaubten, der andere hätte mehr auf seinem Teller. Der Boss erzog sie zu garstigen Menschen. Trotzdem hatten die jungen Burschen noch ungeahnte Kräfte über und glaubten, in einem Kampf mit dem Feind könnten sie sich so richtig austoben.

Das erste Manöver fand im Morgengrauen statt. Dann machte die Truppe eine Pause und danach ging es nochmals ins Gelände. Wie gewöhnlich bekamen die Männer ihre Mahlzeiten so lange Vorrat vorhanden war. Oft waren harte Zeiten dazwischen, in denen die Versorgung rationiert werden musste. Oje. Da war der Kampfeswille der Männer am stärksten. Das Wichtelmännchen verfolgte weiterhin aufmerksam deren Treiben. Ja, es hatte eine Frau und zwei klitzekleine Kinder, die beschützt werden mussten. Sie kamen nur ab und zu aus ihrem Versteck, wenn keine Gefahr für Leben bestand. Wichtelmännchen-Papa kümmerte sich ganz rührend um die Kleinen. Es erzählte ihnen Geschichten aus seinem Leben und zeigte ihnen, wie sie sich von Pflanzen und Beeren ernähren müssen.

Fleisch bevorzugte die Zwergenfamilie nicht. Das blieb auch den Tieren im Wald nicht verborgen. Deshalb konnten sie die Wichtelfamilie unbeschwert besuchen oder in ihrer Nähe sein. Allerdings waren die Vögel ein wenig auf die Wichtels böse, denn von Zeit zu Zeit hatten sie Verlangen nach Vogeleier. Dafür kletterten sie nicht in die Nester, die ganz oben in den Bäumen gelegen waren. Sie achteten sogar darauf, dass sie keine angebrüteten Eier stibitzten Die Vögel, die am Boden und in seichten Gewässern brüteten und ihre Eier gerade gelegt hatten, mussten ganz gehörig (sorgfältig) auf ihre Nester aufpassen. Ansonsten war die Familie Wichtel eine sehr mustergültige Familie, die nur nach Gerechtigkeit strebte. Das wollte der kleine Mann eigentlich allen Leuten zeigen.

Ihm war Frieden sehr wichtig. Jeden Streit stellte er in Frage. Friedliches Verhalten macht den Menschen nicht krank, meinte er. Als unterirdisch lebender Zwerg stellte er keine Ansprüche. Die ganze Familie war genügsam und zufrieden und so sollte es auch bleiben.

Wichtelmännchen stellt die Truppe mit Tee ruhig.

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