Die Verhandlung und das Ende der Trolle

75. Folge: Die Verhandlung und das Ende der Trolle

Lisa blieb stehen, musste Luft schöpfen. Schwer atmend stöhnte sie und hatte keine Lust mehr noch einen Schritt zu tun. „Auf, auf Lisa, wir dürfen jetzt nicht aufgeben, wir müssen mit ihnen sprechen“, drängte der Lehrer, „sonst beherrschen sie allmählich das gesamte Waldgebiet.“

„Schau mal wie der Eingang ihrer Behausung aussieht. Spinnen haben ihre Netze dort gespannt. Nein, da gehe ich nicht hinein“, gab Lisa zur Antwort. „Ich lasse dich nicht im Stich. Sollten wir in Bedrängnis kommen, dann rufen wir Marabuli um Hilfe,“ bestimmte der Lehrer“. „Nein, nein, nicht dann, wenn es nötig ist, sondern sofort“,antwortete sie und rief so laut sie konnte nach ihm. Oh, das hätte sie nicht tun dürfen, denn Trolle sind gefährliche Naseweise.

„Schnell, Lisa, verschwinden wir. Wo hast du deine Tarnkappe? Setze sie auf!“ Die Zwerge versteckten sich hinter Farne und sahen die Bösewichte mit zornigen Gesichtern aus ihrem Unterschlupf heraus kommen. Jeder trug einen Stock bei sich. Lisa wurde nervös. „Was machen wir bloß?, es ist unmöglich sich gegen so viele Trolle zu wehren; wenn die uns entdecken, nehmen die uns gefangen und lassen uns nicht mehr frei“ befürchtete sie. „Habt keine Sorge, ich werde jetzt einschreiten“, flüsterte eine Stimme von oben, „und sie in die Flucht schlagen“. Er entfachte einen Sandsturm. Sie rannten wie ein Haufen aufgescheuchter Ameisen durch einander. Ihre Augen tränten. Sie hatten keine klare Sicht mehr. Als der Geist diesen Zauber beendet hatte, riskierten Lisa und der Schullehrer sich zu zeigen.

Aber die Trolle wollten nicht nachgeben. Sieger sein, das war stets ihre Devise. Sie steckten ihre Köpfe zusammen und tuschelten miteinander. Unterdessen hatte sich der von den Zwergen festgehaltene Troll aus seinen Fängen befreit und erreichte auf Umwegen seine Kumpanen.

Die Gnome grinsten als sie nur zwei von den Wichtels sahen und wollten sich auf sie stürzen. Marabuli, der sich weiterhin in der Nähe aufhielt, hüllte sie sogleich in dichten Nebel ein. Blindlings liefen sie davon und verfehlten ihre Richtung zur Höhle.

Die Trolle gaben auf. Einer von ihnen trat mit erhobenen Armen hervor. „So, was wollt ihr von uns?“, war die aggressive Frage des beleidigten Gnom. „Wir sind gekommen, um miteinander zu reden. Was wir auch unternehmen, ihr versucht euch immer einzumischen. Lasst uns in Ruhe nebeneinander leben“, bat der Zwergenlehrer. „Nein und nochmals nein, wir werden weiter unsere Spielchen treiben, ob es euch gefällt oder nicht“, bekam er zur Antwort.

Lisa gab Marabuli ein Zeichen, worauf er die kleinen Teufels einnebelte und in ihre Höhle trieb. Als alle drinnen waren, bebte rund herum die Erde. Der Zugang wurde zu geschüttet. Es gab kein Entrinnen mehr. Von da an mussten die Trolle in der Erde leben. Ab und zu versuchen sie mit dem Kopf den Waldboden zu durchstoßen. Doch die Erde gibt nicht nach.

Auf einer Wiese, am Rande des Waldes, landeten mehrere Ufos. Die grauen Alien waren ausgestiegen und warteten auf die Zwerge, die nun für immer die Welt verließen in der Hoffnung auf einem anderen Planeten ein friedliches Leben führen zu können.

Ende

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